Mach64 CT, VT, GT (Rage)


Plug & Play Eigenschaften

Mach64 Treiberinformationen

ATI Video Expression (Mach64VT, z.B. im Acer V55LA integriert)


 
Plug
& Play Eigenschaften


Die PnP-Eigenschaften der neuen Mach64 Chips VT und GT (Rage) sind erweitert worden. Die I/O-Basisadresse 02E8h, die mit COM4 kollidiert, ist jetzt abschaltbar angeordnet. Dementsprechend sind für den PnP-Manager in Windows95 zwei Konfigurationsvorschläge vorgesehen (ab Version 2.22):

[VGA.LogConfig_1]
Diese Konfiguration wird benutzt, wenn kein COM4 Port im System vorhanden ist.
[VGA.LogConfig_2]
COM4 ist vorhanden und benutzt die I/O Adresse 2E8h. Die Adresse 2E8h wird nicht benutzt und damit wird der 8514a - kompatible Modus nicht geschaltet.

Diese PnP Fähigkeit muß mit einem Jumper abgeschaltet werden, wenn das PnP-BIOS diese Funktion nicht unterstützt! Ein Blick auf das Script der .INF-Datei zeigt, daß der Bildspeicher nicht B0000-B7FFF benutzt. Er sollte aber trotzdem freigehalten werden und nicht dem UMB zugeschlagen werden!

;----------------------------------------
; LogConfig sections
;----------------------------------------

[VGA.LogConfig_1]
ConfigPriority=HARDWIRED
IOConfig=3B0-3BB
IOConfig=3C0-3DF
IOConfig=2E8-2EF
MemConfig=A0000-AFFFF
MemConfig=C0000-C7FFF,D0000-D7FFF,E0000-E7FFF
MemConfig=B8000-BFFFF

[VGA.LogConfig_2]
ConfigPriority=HARDWIRED
IOConfig=3B0-3BB
IOConfig=3C0-3DF
MemConfig=A0000-AFFFF
MemConfig=C0000-C7FFF,D0000-D7FFF,E0000-E7FFF
MemConfig=B8000-BFFFF

Das MS Plug & Play-PCI Testutility zeigt folgende Informationen für den Mach64 GT Chip:

VEN_1002&DEV_4754\BUS_00&DEV_14
The Interrupt Pin is set, this device requires an interrupt line:Int 09, Pin 01
MemoryBase 04000000, MemoryLength 01000000
IO Base 00007400, IO Len 0100
!!!Failure: No record of this device, must fail

Die Fehlermeldung zeigt nur, daß die Konfigurationsvorschläge nicht im EEprom auf dem Adapter, sondern in der .INF-Datei gespeichert sind. Bei alle neueren ATI-Grafikadaptern ist das früher zur Festlegung der Videoparameter vorhandene EEprom eingespart. Bei neuen Betriebssystemen wie Windows 95 oder NT 4.0 spielt das auch keine Rolle, weil die benötigten Daten hier in der Registry gespeichert werden.


 
Mach64
Treiberinformationen


Grundsätzlich ist der aktuelle Treibersatz Version 3.0 für alle Mach64 Chips geeignet. ATI gibt allerdings an, daß die Treiber bei den älteren Mach64-Chips (mit externem Video-DAC) nicht vollständig getestet sind und rät bei Problemen, die bisherigen Treiber Version 2.23 zu verwenden (in Windows 95 B- OSR2 - vorhanden) .
Hier die ATI-Originaldokumente mit Installationsanleitung zu den neuesten Mach64/Rage-3D-Treibern Version 3:

WINDOWS 95 DISPLAY DRIVER v3.03-C14S-E , December 23, 1996 - Datei 64W95303.EXE
ATI Player v3.03 for Windows 95, December 23, 1996 - Datei 64MPG303.EXE
Windows NT 4.0 Device Drivers Version 3.1.75, December 20, 1996 -Datei 64NT4303.EXE

Sie finden diese Treiber auf unserem Softwareserver SATURN1 in \HARDWARE\ATI. Zur Installation müssen Sie die jeweilige EXE-Datei starten.

Technische Details

Während der Installation wird anhand des Geräte-ID, der im Chip gespeichert ist, der Typ festgestellt. Der Treiber installiert dann die entsprechenden Dateien.
Welcher Chip auf Ihrer Grafikkarte implementiert ist, kann in der Registry ermittelt werden und im .INF-Script von Win95 oder dem desTreibersatz verglichen werden.

PCI\VEN_1002&DEV_4758 ; mach64 GX
PCI\VEN_1002&DEV_4358 ; mach64 CX
PCI\VEN_1002&DEV_4354 ; mach64 CT
Standard
PCI\VEN_1002&DEV_4554 ; mach64 ET
PCI\VEN_1002&DEV_4C54 ; mach64 LT
PCI\VEN_1002&DEV_5654 ; mach64 VT
Neu, CT + Video optimiert!
PCI\VEN_1002&DEV_4754 ; mach64 GT Neu, Video- und als Rage Chip 3D optimiert!

Hier in diesem Beispiel ist erkennbar, daß DEV_5654 bei der Installation von WIN95 erkannt wurde und der Treiber diesen Chip als Mach64 VT unterstützt.

Da elektronische Installationsanweisungen selten gelesen werden, hier ein Auszug aus dem Readme-File des MPEG-Players:

For MPEG playback and DirectDraw support under Windows 95, you must install the mach64
Enhanced Utilities
version 3.0 or higher. Previous versions of the mach64 driver do not
concurrently support DirectDraw and the ATI Player. DirectDraw must be installed on the system.

Wenn Sie also das neue Windows Servicepack OSR2 (Windows 95 4.950B) mit DirectDraw installiert haben, sollten Sie auch Ihre ATI-Treiber auf die Version 3.0 updaten, wenn Sie die volle Leistung der neuen ATI-Grafikchips ausnutzen wollen.


 
ATI Video Expression (
Mach64VT ), z.B. im Acer V55LA integriert


Der Mach64VT-Chip ist ein erweiterter CT mit allen Desktopfähigkeiten des CT. Er ist optimiert für die Wiedergabe von MPEG-Movies. Zum Lieferumfang des Treibers gehört der MPEG-Player, der als weiteres Beschleunigungsfeature MS DirectX benutzt. Die Installationsbasis sollte Windows 95 mit voller DirectX Unterstützung sein (ServicePack #2). Nachfolgend eine Beschreibung von ATI.

Dieser Chip ist im z.B. im Acer V55LA integriert und benutzt EDO-RAMs als Video-Speicher (1 MB). Eine Aufrüstung auf 2 MB ist möglich und gleich bei der Beschaffung der Karte/des PCs sinnvoll, da die spätere Beschaffung der EDO-Video-RAMs aufwendig ist.

Grafik- und Videobeschleunigung in Perfektion mit ATI Mach64VT

Der ATI Mach64 VT Chip bietet neben einer exzellenten Grafikbeschleunigung für alle gängigen grafischen Benutzeroberflächen (Windows, Windows 95, OS/2, NextStep etc.) besondere Videobeschleunigungsfunktionen. Videobeschleunigung zeichnet sich durch zwei wesentliche Funktionen aus: Skalierung und Farbraumkonvertierung. Bei der Skalierung wird die Auflösung einer Videoquelle (z.B. MPEG CD mit 352x288 Bildpunkten) auf die Auflösung des Monitors (z.B. 1024x768 Bildpunkte) vergrößert. Einfache Videobeschleuniger realisieren dieses durch simple Vervielfachung der Originalbildpunkte. Dadurch entstehen die MPEG-typischen Mosaikstrukturen einer MPEG-Wiedergabe auf dem PC.
ATI ist hier einen anderen Weg gegangen. Im Mach 64 VT werden zwei Zeilen eines Videos gespeichert und während der Skalierung werden Bildpunkte interpoliert. Dadurch verschwinden die Mosaikeffekte und die Videowiedergabe entspricht der Qualität die Sie vom Fernseher gewohnt sind.



Der zweite Funktion der Videobeschleunigung, die Farbraumkonvertierung, ist etwas komplexer. In der TV-Welt wird mit Farbformaten gearbeitet, die von den PC Formaten abweichen. In der PC-Umgebung wird die Farbe eines Bildpunktes durch die Primärfarben Rot, Grün und Blau beschrieben (RGB-Farbraum). In der TV-Umgebung wird, bedingt durch die Kompatibilität von Farb- und SW-Fernsehern mit reinen SW-Informationen (Y) und reinen Farbinformationen (UV) gearbeitet. SW-Fernseher interpretieren lediglich die Y-Komponente, während Farbfernseher die Y- und UV-Informationen kombinieren und ein Farbbild darstellen. Werden digitale Videosignale für den PC aufbereitet findet man unterschiedliche YUV-Formate. YUV422 (16 Bit) werden durch einen TV-Tuner zur Verfügung gestellt, MPEG arbeitet mit einem komprimierten YUV420-Format (12 Bit) und AVI-Videos liegen häufig in YUV410-Formaten (9 Bit) vor. Viele Videobeschleuniger konvertieren nur von YUV422 nach RGB und überlassen alle anderen Konvertierungen der CPU. Dieses ist besonders bei der Wiedergabe von MPEG-Videos kritisch. Da die MPEG-Dekompression die CPU breits vollständig beansprucht gehen alle weiteren Berechnungen auf Kosten der Bildrate des Video bei der Wiedergabe. Um zusätzliche Berechnungen zu vermeiden bietet ATI die Konvertierung für alle Farbformate an und gibt somit der CPU mehr Raum, um die eigentliche MPEG-Dekodierung durchzuführen. Für den Anwender bedeutet dies: MPEG-Wiedergabe mit voller Bildrate und in voller Bildgröße in TV-Qualität.

Anwenderfreundlichkeit ist eines der wesentlichen Merkmale der ATI Grafikprodukte. Mit dem ATI-Player wird dem Anwender ein einfach zu handhabendes Tool zur Verfügung gestellt, um damit MPEG- und AVI-Dateien wiederzugeben. Aussehen und Anwendung entsprechen der eines Fernsehgerätes und eines Videorekorders. Bei der Wiedergabe von CD-I Video-CDs kann mit einem einzigen Tastendruck die CD aktiviert werden.

MPEG Play mit Player aus Windows95

MPEG Play mit ATI-Player

Der Qualitätsunterschied betrifft nur den 256 Farben Modus, bei höheren Farbtiefen ist die Qualität vergleichbar.

 


Wolfram Oestreicher, Wolfgang Radeloff - 1.1.1997