Informationen zum Thema ISDN

Nach der Umstellung unserer Telefon-Nebenstellenanlage auf ISDN-Betrieb und der Förderung von ISDN-Telekommunikations-Anschlüssen im Privatbereich durch die Deutsche Telekom erhielten wir viele Anfragen zum Thema ISDN. Dieser Artikel soll Ihnen eine Überblick über die zur Zeit etwas verworrene Situation bei der ISDN-Kommunikation im PC-Bereich geben. Erprobte Lösungsvorschläge werden selbstverständlich auch angeboten, speziell für den Faxbetrieb innerhalb der Universität und für Remote NetWork Access.

 [Einführung] [ISDN-Karten] [CAPI] [Fax und DFÜ Software]

Einführung

ISDN ("Integrated Services Digital Network" ) ist eine in Europa standardisierte digitale Kommunikationstechnolgie und kann als wesentlich leistungsfähigere Nachfolge der herkömmlichen Analog-Telefontechnik gesehen werden.
Für ISDN gibt es unterschiedliche elektrische Schnittstellen: Am bekanntesten ist dabei der 4-adrige S0-Bus, eine universelle Endgeräte-Schnittstelle der deutschen Telekom. Daneben gibt es die zweiadrige Uk0-Schnittstelle, über die die deutsche Telekom ISDN an den Endkunden heranführt sowie die nationale, zweiadrige Up0-Schnittstelle, die vor allem bei Nebenstellenanlagen in Deutschland verbreitet ist. Für die Steckverbindungen am S0-Anschluß werden in der Regel die 8-poligen amerikanischen RJ-45-Stecker (wie bei Ethernet UTP/STP) benutzt.
ISDN kennt für die Datenübertragung drei "Kanäle": Zwei 64kBit/s B-Kanäle (B1 und B2), über die in der Regel die eigentlichen Nutzdaten (Telefongespräch, Fax, Datenübertragung usw.) übertragen werden sowie einen 16kBit/s D-Kanal, über den in der Regel Protokollinformationen laufen. Ein wichtiges Merkmal von ISDN ist die "Dienstekennung" über den D-Kanal, an der Endgeräteseite kann damit z.B. ein Fax von einem Telefongespräch eindeutig unterschieden werden. Nach anfänglichen Uneinigkeiten hat sich inzwischen auch in Deutschland das Europäische ISDN-D-Kanal-Protokoll DSS1 (häufig auch als "Euro-ISDN" bezeichnet) durchgesetzt. B1, B2 und D-Kanal werden im Multiplexbetrieb über die Leitung geschickt, die jeweiligen Endgeräte trennen/vereinigen die Kanäle.
Vereinfacht gesehen kann man sich die beiden B-Nutzdaten-Kanäle wie zwei herkömmliche Telefonleitungen vorstellen: Über einen Kanal kann man telefonieren, über den zweiten faxen oder mit dem PC kommunizieren oder man kann zwei Telefongespräche gleichzeitig führen. Dieses simple Bild ist jedoch unvollständig: Die Datenübertragung kann in Spezialfällen auch anders erfolgen, beispielsweise können über einen B-Kanal gleichzeitig 16 Telefongespräche geführt werden, Datenkommmunikation kann über die beiden B-Kanäle gemeinsam ("Kanalbündelung", 128kBit/s) erfolgen oder man kann zur Not auch über den D-Kanal telefonieren. Für viele dieser Spezialfälle gibt es jedoch momentan nur herstellerspezifische Lösungen (die dann auf beiden Seiten der Kommunikationsstrecke identisch sein müssen!).
Da der Übergang von der analogen zur digitalen Kommunikationstechnik nicht abrupt verläuft, sind bei ISDN-Ansclüssen im Privatbereich sogenannte a/b-Adapter üblich, über die man herkömmliche analoge Endgeräte (Fax, Modem usw.) an die ISDN-Schnittstelle anschließen kann. Auch gibt es preiswert kleine Nebenstellenanlagen, die neben dem Anschluß von ISDN-Endgeräten den gleichzeitigen Anschluß von mehreren analogen Endgeräten zulassen.

Obiges Bild zeigt Ihnen die zulässigen Anschlußmöglichkeiten von Geräten an die Telefonanlage der Universität Regensburg. Beachten Sie, daß der HP-Officejet (Multifunktionsgerät) als Faxlösung nur für analoge Anschlüsse geeignet ist. Da der HP-Officejet wie ein Drucker an die parallele Schnittstelle des PCs angeschlossen wird, ergeben sich Probleme, wenn schon ein lokaler Drucker vorhanden ist und diese Schnittstelle belegt ist.
Bevor Sie eine PC-ISDN-Faxlösung in Erwägung ziehen, lesen Sie bitte unbedingt die hier gegebenen Informationen. Jegliche Fragen zu Anschlußmöglichkeiten an die Telefonanlage der Universität sind an die Technische Zentrale zu richten.

Im Bereich der ISDN-Telefonnebenstellenanlage der Universität Regensburg sind keine a/b-Adapter für analoge Endgeräte möglich, außerdem sind jegliche eigenmächtige Eingriffe in die Telefonanlage, Erweiterungen, sowie der Anschluß von Fremdgeräten nach den Bestimmungen der Technische Zentrale strengstens untersagt.

Die Technische Zentrale kann auf Antrag einen S0-Adapter für das "Komforttelefon" installieren, über den ein ISDN-PC-Anschluß möglich ist. Standardmäßig ist dabei der Dienst "Daten" gesperrt, so daß diese Lösung in der Hauptsache für Faxbetrieb über den PC dient. Beachten Sie dazu bitte unbedingt die Hinweise zum Thema ISDN-Faxbetrieb.

Remote-Network-Access (RNA, Dienst "Daten") über Nebenstellenanschlüsse ist nicht erlaubt, dafür gibt es demnächst einen zentralen ISDN-RNA-Zugang an der Universität Regensburg.

Bei der Telekommunikation muß man die herkömmliche analoge und die neue ISDN-Welt völlig getrennt voneinander betrachten. Die analoge Technik bietet weltweit einheitliche Schnittstellen, so daß z.B. die weltweite PC-Kommunikation über Modem kein Problem darstellt. Anders sieht es bei ISDN aus: Obwohl Deutschland bei der Entwicklung von ISDN zur Zeit weltweit führend ist, gelten gerade in Deutschland immer noch technisch veraltete Software-Schnittstellen. Das rührt von den Bestimmungen der Deutschen Telekom her, die in der Anfangszeit von ISDN in die Softwareschnittstelle CAPI (Common Application Programming Interface) viele Merkmale der herkömmlichen Analogtechnik übernommen hat. So tun sich auch die ISDN-Kartenhersteller schwer, weil Deutschland internationale Standards wie TAPI (Telephony Application Programming Interface) nicht übernommen hat und statt dessen auf CAPI setzt. Ohne CAPI-Schnittstelle wird in Deutschland keine ISDN-Karte zugelassen. Anders als bei allen übrigen Adapterkarten, wo für die Treiber weltweite Standards gelten, benötigt man für PC-ISDN-Adapter folglich nationale Software.

Anwender von Windows 95 und NT 4.0 tun sich mit ISDN-Karten unnötig - wie unter Windows 3.11 - schwer, weil Microsoft darin weltweit geltende Standards integriert hat und CAPI ohne herstellerspezifische Zusatzsoftware nur rudimetär unterstützt. Die in Windows 95/ NT 4.0 integrierten Kommunikations-Schnittstellen und -Techniken (TAPI, PPP) setzen sich mittlerweile international durch, so daß die von der Deutschen Telekom forcierte CAPI zunehmend obsolet wird.

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ISDN-Karten

Es gibt drei Sorten dieser Adapter: Passive, halbaktive und aktive Karten. Bei den passiven Karten muß die CPU des Computers die nicht unwesentlichen Arbeiten zur Erzeugung/Dekodierung des ISDN-Protokolls übernehmen, weshalb die CPU-Belastung bei ISDN-Transfers hoch ist. Moderne Computer mit 486- oder Pentium-CPU haben aber damit keine Probleme.
Bei den aktiven Karten (in der Regel mit eigenem Prozessor) wird der größte Teil der Arbeiten, die sonst die CPU verrichtet, auf der ISDN-Karte abgewickelt. Die halbaktiven Karten tun dies nur "halb so gut", wie der Name schon sagt.

Für normale PC-Anwendungen auf Arbeitsstationen sind heute die preiswerten passiven ISDN-Adapter üblich. Für Server, bei denen es auf geringste CPU-Belastung ankommt, sind die aktiven Karten üblich. Die Wahl wird aber auch durch das Betriebssystem bestimmt. So waren in der Vergangenheit unter Windows NT 3.51 diejenigen Karten am beliebtesten, für die die Treiber im Betriebssystem vorhanden waren. Das waren aber nur aktive Karten. Unter Windows 95 wurden zunächst nur die passiven ISDN-Karten der Fa. Teles unterstützt. Deshalb und aus Gründen der hohen Verbreitung haben wir uns für das Fabrikat Teles S016 als Standard-ISDN-Karte entschieden.

Neuerdings gibt es ISDN-Adapter auch als PC-Card für Notebooks und als externe Ausführung zum Anschluß an die serielle Schnittstelle, was aber wegen der Geschwindigkeitsbeschränkung dieser Schnittstelle und der aktuellen Treibertechnik (Miniport-Treiber) wohl eher als Notlösung zu betrachten ist.

Die Plug&Play-Technik hat bei ISDN-Adaptern eben erst Einzug gehalten, bei den bisherigen Exemplaren - meist 16 bit ISA-Karten - mußte man mit Jumpern zur Einstellung der Hardwareressourcen hantieren. Daß dies für Anwender von Windows 95 nicht gerade praktisch ist, muß wohl nicht näher erläutert werden.

Die Teles S016-Karte

Die ältere - nicht mehr erhältliche - Teles-Karte S016.2 (und die baugleiche Creatix-Karte) benötigt Portadressen, einen Interrupt und Speicheradressen. Nur für diese Karte ist der Treiber in Windows 95 (Hersteller Teles, Typ ISDN-Adapter) selbst schon enthalten.
Die aktuelle Teles-Karte ist die S016.3. Diese Karte belegt keine Speicheradressen mehr, es gibt sie in nicht-PnP-Ausführung und (demnächst) in PnP-Ausführung. Bei der Nicht-PnP-Karte muß die port-Adresse auf der Karte mit Jumpern gewählt werden:

In der Regel kann die Voreinstellung (port 180) belassen werden. Die Interruptzuordnung wird über die Teles-Treibersoftware festgelegt. Es sind die Interrupts 2(=9), 5 ,10, 12 und 15 wählbar. Bei unseren PCs können Sie in der Regel Interrupt 12 und 15 nicht benutzen, da diese vom System (irq12=Maus, irq15=EIDE-CDROM) belegt werden.

Wichtig: Merken Sie sich die Portadresse beim Einbau der Karte (bei nicht PnP-Karten), weil diese Angabe später für die Software benötigt wird!

Bei der Treibersoftware für die Teles-Karte stehen zwei Varianten zur Wahl:

  1. Herkömmliche 16-bit CAPI 1.1/2.0 (duale CAPI, Teles/Acotec-Version 3.09b für Windows 95)
    Sie können diese Software hier beziehen, sie enthält Treiber für alle Teles S0-Karten. Speichern Sie dazu die die EXE-Datei in einem temporären Verzeichnis auf Ihrer Festplatte oder auf Diskette und starten Sie die EXE-Datei anschließend. Dadurch packen Sie die benötigten Treiber und die Installationsanleitung (CSSTELES.DOC) aus.
    Mit dieser Software können Sie den Microsoft-Faxdienst in Exchange nicht benutzen, da diese CAPI kein analoges (Fax)modem emuliert. Für den Faxbetrieb brauchen Sie Zusatzsoftware. Erfolgreich getestet haben wir dazu das kostenpflichtige Produkt ISDN für Windows 95 der Fa. Acotec, das einen Faxdienst für Exchange bereitstellt. Bei DFÜ-Betrieb ist mit dieser CAPI-Version keine Kanalbündelung möglich.

  2. 32-bit vxd-CAPI mit Miniport-Treiber-Untersützung (Teles-Version 3.21)
    Diese Software erhalten Sie zur Zeit nur beim Kauf einer Teles-Karte oder, wenn Sie eine ältere Karte besitzen, über den nur über ISDN zugänglichen Teles-Softwareserver (Download kostet ca. DM 30,--!!). Aus Lizenzgründen können wir die neue Teles-CAPI hier nicht öffentlich anbieten, für die ISDN-Karten innerhalb der Universität können Sie das Upgrade aber über unseren Softwareserver SATURN1 im Bereich \HARDWARE\ISDN\TELES\CAPI321 beziehen. Diese Software ist für Windows 3.11 und Windows 95 geeignet. Unter Windows 95 enthält sie z.B. folgende Merkmale:

    • DFÜ (RNA) auch mit Kanalbündelung (128 kBit/s) möglich

    • Modem-Emulation

    • Faxmodem-Emulation (Faxdienst von Exchange kann benutzt werden)

    Die neue Teles-Software bietet damit eine für die meisten Anwendungsfälle vollständige Lösung und man benötigt keine Zusatzsoftware wie ISDN für Windows 95 oder Winfax.

    Die Installation ist abgesehen von möglichen Ressourcenproblemen bei der ISDN-Karte sehr einfach. Starten Sie einfach das SETUP-Programm und folgen Sie den Anweisungen. Das Microsoft-ISDN-Accelerator-Pack ist in der Software schon enthalten, muß aber bei Bedarf nach Anweisung separat installiert werden.

    Installationstip:

    1. Wenn Sie vorher schon ältere ISDN-Treiber (und CAPI) installiert hatten, sollten Sie diese restlos entfernen.

    2. Bevor Sie das Teles CAPI 3.21 Setup starten, sehen Sie im Windows 95 Gerätemanager nach, welche Interrupts frei sind. Die Karte kann (siehe Handbuch) nur auf bestimmte Interrupts (2=9,5,10,12,15) gelegt werden. In Windows 95 können Sie einen solchen Interrupt im Gerätemanager auch reservieren, wenn keiner von den möglichen (5, 9,10,15) mehr frei ist. Die Plug&Play-Technik von Windows 95 wird dann versuchen, die Ressourcen passend umzuordnen. Verwenden Sie nicht Irq 12 und 15 für die Teles-Karte, da diese in der Regel vom System benutzt werden (Irq 12 für Maus, Irq 15 für EIDE-CDROM).
      Denken Sie daran - wenn Interrupts knapp sind - nicht benötigte Ressourcen im Windows 95 Gerätemanager zu deaktivieren. Typisches Beispiel dafür ist der EIDE-Controller der Soundkarte SB32/AWE32, der häufig aktiv ist, aber nicht benötigt wird..

    3. Starten Sie das Teles CAPI 3.21 Setup. Es wird Sie zur manuellen Hardware-Installation der Karte mit dem Windows 95 Hardwareassistenten auffordern, dazu benötigen Sie die vorher in Erfahrung gebrachten Werte (port, irq). Beachten Sie unbedingt auch den Kartentyp (ist auf der Karte aufgedruckt): Teles S0-16.2 (früher verwendet), S016.3 (akuell) und S016.3-PnP.

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Die CAPI-Schnittstelle

Die CAPI-Schnittstelle wurde ursprünglich für den Datenverkehr über digitale Nebenstellenanlagen, also als proprietäre Lösung entwickelt. Sie definiert eine hardwareunabhängige Programm-Schnittstelle für Kommunikationsprogramme. Dabei gibt es die inkompatiblen Versionen CAPI 1.0/1.1 und CAPI 2.0. Version 1.x finden Sie bei den älteren Betriebssystemen wie MS-DOS/Windows 3.11, CAPI 2.0 z.B. bei Windows 95 und Windows NT. Ältere Programme, welche CAPI 1.x benutzen, laufen nicht mit CAPI 2.0 und umgekehrt. Diesem Dilemma haben die meisten ISDN-Kartenhertsteller inzwischen dadurch abgeholfen, daß sie für Windows 3.11/95 eine "bimodale" oder "duale" CAPI anbieten, die beide Normen beherrscht. Wenn Sie jetzt erwarten, daß über die CAPI-Schnittstelle normale Modem-Befehle geschickt werden können oder gar - wie bei einem Faxmodem - Fax-Gruppe3-Betrieb möglich ist, müssen wir Sie entäuschen. Diese Leistungen sind Aufgabe zusätzlicher Software.
Da die CAPI-Schnittstelle mit dem eigentlichen ISDN-Kartentreiber, für den es bisher in Deutschland keine Norm gab (zu den neuerdings verwendeten genormten Miniport-Treibern siehe Hinweise weiter unten), zusammenpassen muß, ist das System CAPI-Kartentreiber herstellerabhängig und wird in Deutschland von den ISDN-Karten-Herstellern immer komplett angeboten.

Microsoft bietet in der Treiberbibliothek von Windows 95 zunächst nur die von der deutschen Firma Acotec zusammen mit Microsoft entwickelte CAPI 2.0-Schnittstelle (Acotec CAPI 2.0 Protokoll) und Treiber für eine inzwischen nicht mehr erhältliche Teles-ISDN-Karte. (S016.2). Wegen der vorher erwähnten Abhängigkeit Kartentreiber-CAPI funktioniert das in Windows 95 selbst enthaltene Acotec-CAPI 2.0-Protokoll nur mit Teles-ISDN-Karten oder baugleichen Modellen (z.B. Creatix).

Fast alle deutschen ISDN-Kartenhersteller bieten für Ihre Karten inzwischen eine duale CAPI (1.1/2.0) für Windows 3.11 und Windows 95 an. Das CAPI-Protokoll für die meisten Karten stammt dabei wohl in den Grundzügen von der Fa. Acotec, welche mit Microsoft zusammenarbeitet. Bei Actotec erhalten Sie deshalb aktuelle CAPI-Treiber für ein ganze Reihe bekannter ISDN-Adapterkarten (nicht AVM). Die Fa. AVM bietet ein eigenes CAPI zusammen mit Ihren eigenen Karten an. Interessanterweise untersützt die neueste Software der Fa. Teles aber auch die bekannte Fritz-Card der Fa. AVM.... Technisch Interessierte finden hier die Original-Acotec (Microsoft) CAPI-Spezifikationen.

Miniport-Treiber

Aus der Not der für heutige Verhältnisse unzulänglichen CAPI-Technik sind einige Hersteller inzwischen vorsichtig zu den von Windows 95 unterstützten Standards übergegangen. Die ISDN-Karte wird in diesem Fall wie eine Netzwerkadapterkarte (z.B. Ethernet) gesehen. Den Treiber für die ISDN-Karte nennt man - wie bei Windows 95 üblich - "Miniport"-Treiber, hier NDIS-WAN-Miniport-Treiber. Dieser Treiber entspricht internationalen Standards. Um die von der Deutschen Telekom notwendige CAPI-Kompatibilität zu wahren, wird dem (32 bit) Miniport-Treiber eine neuartige 32-bit vxd-CAPI danebengesetzt, die wiederum alle CAPI 1.1/2.0 Befehle enthält..

Microsoft unterstützt bei Windows 95 die Miniport-Treiber für TAPI und DFÜ (Remote-Network-Access) Anwendungen. Schon lange gibt es dazu das sogenannte "ISDN-Accelerator-Pack". Erst seit Verfügbarkeit der Miniport-Treiber von den deutschen ISDN-Karten-Herstellern im Dezember 1996 gibt dieses Paket allerdings einen Sinn.

Miniport-Treiber und 32-bit vxd-CAPIs sind inzwischen von mehrerer ISDN-Kartenherstellern verfügbar, nicht alle haben aber dieselben Leistungen. Insbesondere die Faxmodem-Emulation für Exchange in Windows 95 ist noch nicht selbstverständlich. Die Miniport-Treiber für die bei uns eingesetzten Teles-Karten sind weiter oben beschrieben. Beachten Sie bitte, daß die ISDN-Software der Fa. AVM derzeit weder Fax Gruppe 3 (Analog-Fax-Emulation) noch das Microsoft-ISDN-Accelerator-Pack 1.1 unterstützt. Sie können - wie im vorherigen Abschnitt "CAPI" beschrieben - die aktuelle Teles-Software auch für die bekannte AVM-Fritz-Card benutzen, nur müssen sie sie in diesem Fall separat erwerben (ca. DM 100,--).

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  ISDN-Faxbetrieb und DFÜ (RNA)

Wir beschreiben hier eine erprobte Lösung für die Teles-S0-Karte mit Teles-vxd-CAPI 3.21 unter Windows 95. Die Teles-CAPI 3.21 kann auch unter Windows 3.11 (Windows für Workgroups) eingesetzt werden. Von der Fa.. Teles gibt es inzwischen auch eine gleichwertige Lösung (Miniport-Treiber) für Windows NT 4.0.

Treiberinstallation

  1. Kopieren Sie die aktuelle Teles-Software von unserem Softwareserver SATURN1 aus \HARDWARE\ISDN\TELES\CAPI321 oder - für externe Rechner - von einer anderen Bezugsquelle (Teles-Support-Server) in ein temporäres Verzeichnis auf Ihre Festplatte (Empfehlung: C:\CAPI321, Sie können so den ganzen Ordner CAPI321 von F:\HARDWARE\ISDN\TELES nach C:\ kopieren).
    Achtung: Wahrscheinlich ist im derzeitigen Teles-Installationsskript ein Fehler enthalten. Wenn die Installationsdateien in einem Ordner mit längerer Pfadbezeichnung liegen (z.B. C:\WINDOWS\OPTIONS, wie bisher empfohlen), kann das Setup mit einer Fehlermeldung (bei etwa 47%) abbrechen. Der Fehler tritt bisher nicht auf, wenn der Pfad "kürzer" ist, dehalb die Empfehlung C:\CAPI321.

  2. Installieren Sie die Karte in einem 16-bit-ISA-Steckplatz. Beachten Sie den auf der Karte aufgedruckten Kartentyp: Teles S0-16.2 (früher verwendet), Teles S0-16.3 (aktuell) und S0-16 PnP (demnächst). Wenn es keine S016-PnP-Karte ist, stellen Sie die Portadresse bei unseren PCs auf 180 (Grundeinstellung) Technische Dateils zu den Teles-Karten finden Sie weiter oben.

  3. Starten Sie den Rechner neu und melden Sie sich - falls installiert - nicht an ein Netzwerk (in unserem Fall Novell-NetWare NDS) an. Das Teles-Installationsskript kann sonst unter Umständen nicht vollständig ausgeführt werden!

  4. Wenn es sich um eine PnP-Teles-Karte handelt, wird diese beim Einschalten des Rechners automatisch erkannt. Da in Windows 95 die benötigten Treiber noch nicht enthalten sind, werden Sie zur Bereitstellung dieser ("Diskette") aufgefordert: Geben Sie als Quellpfad das Verzeichnis an, in welches Sie die Teles-Software vorher kopiert haben (C:\CAPI321).
    Bei den älteren Karten müssen Sie das Teles-Installationsprogramm manuell starten: Doppelklicken Sie im Explorer auf SETUP.EXE in C:\CAPI321 (bzw. in Ihrem Installationsverzeichnis, siehe Bild oben).
    Es erscheint dann zunächst der Windows 95 Hardwareassistent zur Installation neuer Hardware und eine zusätzliche Beschreibung von Teles:





    Die Teles-Karte wird jetzt in der neue Kategorie (Class) "TELES" - installiert, deshalb müssen Sie hier "Andere Komponenten" wählen. Vorsicht: Frühere Teles-Treiber wurden in der Kategorie "Netzwerkkarten", wie Windows 95 dies vorsieht, installiert.















    Der folgenden Fehler kann erscheinen, wenn Sie bei der Installation mit einen Netzwerk verbunden sind (siehe Punkt 3) oder der Quellpfad "zu lang" ist (siehe Punkt 1). Brechen Sie in diesem Fall ab und beginnen Sie mit der Installation nochmals bei Punkt 3.



    Es kann auch zu einem anderen Fehler kommen: Die automatisch gewählten Hardwareressourcen führen zu einem Konflikt, der das Programm an der weiteren Ausführung hindert. Im Teles-Setup kommt es dann zu einem GPE (Ausnahmefehler).
    Starten Sie in diesem Fall den Rechner neu, korrigieren Sie im Windows 95 Gerätemanager das Ressourcenproblem (Teles-Karte!) und starten Sie dann das Teles-Setup erneut..

  5. Weiterer Programmablauf:
    Zuerst frägt das Programm, in welches Verzeichnis die CAPI-Tools kopiert werden sollen. Voreinstellung ist C:\TELES. Sie können dies belassen oder z.B. C:\PROGRAMME\TELES wählen.
    Anschließend werden die Softwareeinstellungen für die ISDN-Karte erfragt:



    Wählen Sie bei der D-Kanal-Konfiguration für unsere Nebenstellenanlage das Protokoll DSS1 (Euro-ISDN), wie folgendes Bild zeigt



    Im nächsten Menü wird die Rufnummer erfragt. Geben Sie bei unserer Nebenstellenanlage die 4-stelligeNummer des S0-Adapters (nicht die des Telefons!) ein. Die zweite Rufnummer bleibt bei unserer Anlage leer.



    Jetzt werden die Treiberdateien kopiert/installiert (dauert einige Minuten).
    Wenn Sie vor Start des Teles-Setup in Ihrer Netzwerkumgebung schon den DFÜ-Adapter und das Microsoft-ISDN-Accelerator-Pack installiert hatten, wird dabei auch der Teles-NDIS-WAN Miniport-Treiber installiert (Beachten Sie die Meldung am Bildschirm). Andernfalls können Sie die Installation dieser Komponenten später nachholen, wenn Sie DFÜ (Remote Network Access) benutzen wollen. Wenn Sie nur ISDN-Modem, Fax und CAPI-Dienste nutzen wollen, werden sie nicht benötigt.

  6. Die ISDN-Treiber-Basisinstallation ist damit abgeschlossen, folgende Komponenten sind nun verfügbar:

    • ISDN-Karte im Gerätemanager

    • Teles-ISDN-Objekt in der Systemsteuerung:



      Unter EAZ-Einstellungen können Sie die ISDN-Endziffern für Ihre ISDN-Telefonanlage anpassen. Für unsere Nebenstellenanlage ist die Voreinstellung (0=0...9=9) richtig. Unter "D-Kanal-Protokoll" und "Eigene Rufnummer" steht die Daten, die Sie bei der ISDN-Konfiguration (siehe oben) eingegeben haben.
      Standardmäßig ist "Anzeige des ISDN-Monitor in der Taskleiste aktiviert", sie können damit den Status auf der ISDN-Leitung jederzeit kontrollieren (man hört bei ISDN keine Töne wie bei Modems!)
      Tip: Klicken Sie auf "ISDN-Anschluß-Test", um die ISDN-Kommunikation zu testen (entspricht "Modemtest"). Dies funktioniert auch an unserer Telefonnebenstellenanlage!



      Achtung: Bei bestimmten Netzwerkkonfigurationen (wenn Sie DFÜ benutzen) führt der ISDN-Monitor in der Taskleiste zu Problemen beim Herunterfahren von Windows 95. Wenn Sie hier eine schwere Fehlermeldung auf blauem Vollbild erhalten, müssen Sie - beim nächsten Start von Windows 95 - den ISDN-Monitor in obigem Menü deaktivieren.

    • Teles- ISDN-Programme im Startmenü - Programme - Zubehör

      Mit dem dort verfügbaren Assistenten für die ISDN-Konfiguration können Sie dieselben ISDN-Einstellungen wie beim Teles-Setup vornehmen bzw. ändern.
      Die "ISDN für Microsoft Windows Homepage" führt Sie zur Microsoft-ISDN-Homepage (am besten mit dem in Windows 95 enthaltenen WWW-Browser InternetExplorer zu betrachten). Beachten Sie bitte, daß das dort angebotene ISDN-Accelerator-Pack nur für DFÜ benötigt wird und in der Teles-Software schon enthalten ist!

Wenn Sie DFÜ (Remote-Network-Access) nutzen wollen
- nicht zulässig bei PCs mit direktem Anschluß an das Universitätsdatennetz -

Detaillierte Informationen hierzu finden Sie unter Windows 95 -DFÜ .

  1. Öffnen Sie unter START-EINSTELLUNGEN-SYSTEMSTEUERUNG die Windows 95 Systemsteuerung und starten Sie darin das Objekt "Software". Installieren Sie unter "Windows-Setup" die Zubehörkomponente "DFÜ-Netzwerk". In unserer Windows 95 Installation (seit November 1996) werden dabei gleichzeitig alle erforderlichen Protokolle und Dienste für den Zugang zum Datennetz der Universität Regensburg eingerichtet. Bei anderen Windows 95 Installationen müssen Sie die für unsere Umgebung erforderlichen Clients, Protokolle und Dienste eventuell hinzufügen bzw. konfigurieren. Dies ist auch später möglich. Nähere Informationen dazu finden Sie unter Windows 95 -DFÜ bzw. Windows 95 - Netzwerkgrundlagen und Netzwerkkonfiguration .

    Wichtig: Um überhaupt eine Internet-Verbindung aufzubauen, brauchen Sie bei Windows 95 und Windows NT keine zusätzlichen Dienste/Protokolle/Clients und keine zusätzliche Software. Sie können sich damit z.B. - wenn Sie die Verbindung zur Uni Regensburg hergestellt haben - über das WWW alle weitere, für unsere Umgebung benötigte Software "herunterladen". Beachten Sie dazu unseren Downloadbereich für PC-Hardware und PC-Betriebssysteme.

  2. Starten Sie (z.B. im Explorer im Doppelklick) in dem Verzeichnis, in dem Sie die Teles-CAPI-Tools installiert haben (voreingestellt ist C:\TELES) das Programm Msisdn11.exe und folgende Sie der Anleitung des Microsoft-ISDN-Accelerator-Pack (Verison 1.1). Zum Schluß wird ein Neustart von Windows 95 verlangt.

  3. Öffnen Sie unter START-EINSTELLUNGEN-SYSTEMSTEUERUNG die Windows 95 Systemsteuerung und starten Sie darin das Objekt "Netzwerk". Details zum Netzwerkobjekt finden Sie auch unter Windows 95 - Netzwerkkonfiguration.

  4. Wählen Sie unter "Konfiguration" die Option "Hinzufügen ..." aus.

  5. Klicken Sie als zu installierende Netzwerkkomponente "Netzwerkkarte" an und klicken Sie danach auf die Schaltfläche "Hinzufügen ...".

  6. In dem nun erscheinenden Fenster "Netzwerkarten auswählen" wählen Sie bitte in der linken Liste "Hersteller" die "TELES AG Berlin" aus. Nun wählen Sie im rechten Listenfenster "Netzwerkkarten" den "TELES.WAN-NDIS-Miniport Treiber" aus und klicken dann auf die Schaltfläche "OK".



    Beachten Sie bitte, daß der Eintrag (TELES.ISDN...) nicht erscheint, wenn Sie die Teles-CAPI 3.21 vorher nicht korrekt installiert haben.

  7. Nach der ISDN-WAN-NDIS Miniportinstallation muß ein Systemneustart erfolgen (bestätigen Sie die Frage, on der Computer neu gestartet werden soll).

  8. Unter START-PROGRAMME-ZUBEHÖR-"DFÜ-NETZWERK" finden Sie nun ein bereits vorkonfiguriertes Verbindungsbeispiel zu "TELES-Instant-On-Internet".
    Um weitere DFÜ-(RNA)-Verbindungen zu erstellen/konfigurieren, wählen Sie unter "DFÜ-Netzwerk" das Objekt "Neue Verbindung erstellen" und folgen Sie dem Assistenten.Die dort möglichen Einstellungen sind auch im Dokument Windows 95 - DFÜ genau erklärt. Hier ein Beispiel für den Remote -Network - Access Zugang zur Uni-Regensburg:



    Die "Eigenschaften" für das Objekt "Uni-Regensburg":



    Unter "Zusätzliche Geräte"-"Einstellungen" ist der zweite B-Kanal der ISDN-Leitung gewählt (Kanalbündelung) , um die maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 128kB/s nutzen zu können, sofern dies der Dienstanbieter erlaubt. Wo dies nicht möglich ist, können Sie auf die Konfiguration zusätzlicher Geräte verzichten.



    Unter "Servertypen" ist PPP (die meisten Internet-Provider und auch etliche andere online-Dienste benutzen diesen Standard-Typ) konfiguriert:



    Unter TCP/IP-Einstellungen werden provider-spezifische Angaben konfiguriert. In vielen Fällen muß dabei der DNS-Server angegeben werden (nicht beim Zugang zur Uni Regensburg).



    Beachten Sie bitte, daß die Verwendung von IP-Kurznamen (z.B. bei FTP, Telnet) nur funktioniert, wenn in der Windows 95 Netzwerkkonfiguration die korrekte Domäne des Dienstanbieters angegeben ist.

  9. Details zur Nutzung von DFÜ sind im Dokument Windows 95 -DFÜ näher beschreiben.

 
Wenn Sie den in Windows 95 enthaltenen Faxdienst nutzen wollen

Mit der neuen Teles CAP 3.21 wird ein analoges Faxmodem nachgebildet, deshalb können Sie - ohne weitere Software den Windows 95 Faxdienst installieren und nutzen.
Beachten Sie bitte, daß dieser Faxdienst über Microsoft-Exchange (Symbol "Posteingang" am Desktop") läuft.

  1. Installieren Sie die Windows 95 Zubehörkomponente "Fax". Öffnen Sie dazu die Systemsteuerung und starten Sie darin das Objekt "Software". Wählen Sie darin die Registrierkarte "Windows-Setup"



    Klicken Sie in das Rechteck neben "Microsoft-Faxdienste", so daß darin ein Häkchen wie in obigem Bild erscheint. Eventuell war dieser Dienst schon installiert (Häkchen vorhanden), sie können dann diesen Punkt übergehen (wählen Sie "Abbrechen"). Das Windows 95 Setup wird Sie ggfls. auffordern, auch Exchange zu installieren, wenn dies noch nicht installiert war. Folgen Sie dann einfach den Anweisungen.

  2. Starten Sie jetzt Exchange, indem Sie auf das Symbol "Posteingang" am Desktop klicken. Wenn Exchange noch nicht - wie in unserer Windows 95 Installation mit W95INST - vorkonfiguriert war, werden Sie zur Konfiguration von Exchange aufgefordert. Näheres dazu ist unter Windows 95 - Exchange beschrieben.

  3. Wählen Sie jetzt in Exchange unter dem Menü "Extras" (Siehe Bild oben) den Punkt "Dienste".



    In Ihrem Fall wird der Dienst "Microsoft-Fax" noch nicht - wie in obigem Bild gezeigt - installiert sein. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche "Hinzufügen".



    Wählen Sie - wie in obigem Bild gezeigt - Microsoft Fax und Klicken Sie dann auf OK. Sie werden dann aufgefordert, weitere Informationen einzugeben:





    Beachten Sie bitte, daß Sie im Feld "Faxnummer" Ihre Faxnummer (zusätzlich zur ISDN-Konfiguration!) angeben müssen, alle anderen Angaben sind optional. Klicken Sie noch nicht auf OK!
    Wählen Sie erst noch die Registrierkarte "Modem":



    Wählen Sie hier das "TELES-Faxmodem" aus und legen Sie es als aktives Faxgerät fest (Schaltfläche anklicken). Klicken Sie dann auf "Eigenschaften" (des Faxmodems):



    In obigem Bild sind die richtigen Einstellungen für unsere Telefonnebenstellenanlage gezeigt. Stellen Sie die einzelnen Punkte ansonsten nach den Anforderungen Ihrer Telefonanalge bzw. nach Ihrem Bedarf ein.
    Die Optionen bei Anrufannahme sind auch bei unserer Anlage frei: Die im Bild gezeigte Einstellung "automatisch" (=Annahme nach..) ist wohl in den meisten Fällen sinnvoll.
    Klicken Sie in den Faxmodem-Eigenschaften jetzt noch auf "Erweitert":



    Im linken Bild (oben) ist die Voreinstellung gezeigt. Tests an unserer Telefonanlage und mit den vorhandenen Faxgeräten haben ergeben, daß es damit zu Fehlern bei der Übertragung kommen kann. Wählen Sie deshalb bei unserer Anlang die Einstellungen im rechten Bild oben und klicken Sie dann auf OK.
    Hinweis: Die für ISDN notwendige Faxkonvertierung (analog/digital) ist eine rechenintensive Aufgabe. Deshalb werden in der Regel nur bei Pentium-Rechner hohe Übertragungsgeschwindigkeiten (9600 Baud) erreicht. Zukünftig soll es passive ISDN-Karten geben, welche die Analog-Modem-Emulation per Hardware erledigen. Dann entfällt diese Beschränkung.

    Sie müssen jetzt noch einige Male auf "OK" in allen äußeren Menüs klicken, bis Sie zu Exchange zurückkommen und der Faxdienst installiert ist. Wenn noch kein "persönlicher Ordner" und kein "persönliches Adreßbuch" in Exchange konfiguriert war, werden Sie dazu aufgefordert.
    Der Persönliche Ordner ist eine Datei, in der alle über Exchange empfangenen Nachrichten (Fax. POP3-eMail) gespeichert werden. Das "Persönliche Adreßbuch" ist ebenfalls eine Datei (Adreßliste). Für beide Dateien können Sie den Pfad (Ordner) und die Dateinamen wählen. Sie können auch mit den Voreinstellungen, die der Konfiguration angezeigt werden, arbeiten.

  4. Sie werden aufgefordert Exchange zu schließen und neu zu starten. Damit ist die Faxinstallation beendet.

    In der Taskleiste erscheint - wenn Sie automatische Rufannahme gewählt haben - jetzt ein Faxsymbol. Jedesmal, wenn ein Fax eintrifft, "öffnet" sich dieses Symbol zu einem Fenster und zeigt Ihnen den Zustand der einlaufenden Daten an.



    Sie können auch so auf das Faxymbol klicken und damit die Einstellungen ändern.Wählen Sie dazu "Optionen" und dann "Modemeigenschaften". Es erscheint das vorher schon gezeigte Bild "Faxmodem-Eigenschaften"

  5. Eingegangene Faxe finden Sie im Posteingang (Exchange)

  6. Um Faxe zu senden, gibt es mehrere - gleichwertige - Möglichkeiten:

    • In Exchange, Option "Verfassen", "neue Faxnachricht"

    • Über START-PROGRAMME-ZUBEHÖR-FAX-"Neues Fax erstellen"

    • Direkt aus dem Explorer (Objekte wie Textdateien, Word-Dokumente usw.) mit dem Kontextmenü "Senden An", "Fax-Empfänger"

    • Aus Anwendungen über das Menü "Datei" , "Senden An"

    • Aus Anwendungen über Drucken auf... (Faxempfänger)

  7. Weitere Informationen zu den Möglichkeiten von Exchange und Fax finden Sie in der Windows-Hilfe (oder direkt in der Hilfe zu Fax und Exchange)

Literatur:

Funkschau (Franzis-Verlag), 12/96 und weitere Ausgaben
Dokumentation der Fa. Acotec Berlin (
www.acotec.de)
Dokumentation der Fa. Teles Berlin (
www.teles.de)
Microsoft Dokumentationen zu Windows 95, SDK


Wolfram Oestreicher, 6.5..1997