Windows 2000 Installation

Installationsanleitung

(Bezug vom Softwareserver SATURN11, nur uni-intern möglich!)

Vorwort

Windows 2000 Professional ist die Nachfolgeversion von Windows NT 4.0 Workstation (NT 5.0) und bietet neben allen bekannten NT-Eigenschaften (Sicherheit, Stabilität) viele bisher nur unter Windows 95/98 verfügbare Merkmale wie Plug&Play- und USB-Unterstützung, Dual-Monitor-Betrieb, APM- und ACPI-Power-Management,  DirectX, besonders einfache DFÜ-Konfiguration, zweckmäßige Assistenten und mehr.

Wie unter Windows NT 4.0 funktionieren keine MS-DOS-Programme, welche direkt auf die Hardware zugreifen. Anderweitige Kompatibilitätsprobleme treten nur selten auf und liegen meist daran, dass Programme eine ungeeignete Versionsabfrage verwenden (Windows 2000 gibt NT 5.0 als Versionsnummer zurück).
 

Reale Hardwareanforderungen

Analog zu den anderen Windows-Versionen spielt die Geschwindigkeit der Festplatte und die Größe des Arbeitsspeichers für die Performance eine entscheidende Rolle. Ein größerer Arbeitsspeicher bringt mehr Performancegewinn als unter Windows 95/98/Me.
 

Lizenzen

Windows 2000 ist bei einigen PCs als OEM-Version (OEM-Lizenz) bereits beigepackt, in anderen Fällen können Sie für den Einsatz an der Uni Regensburg im Rahmen des Microsoft-Select-Programms eine preisgünstige Updatelizenz (von bisherigem Windows 95/98 oder Windows NT 4.0) erwerben.

Beachten Sie bitte: Windows 2000 Professional ist wie die anderen Windows-Versionen pro PC lizenziert, sie benötigen für jeden einzelnen PC, auf dem sie es installieren wollen, eine Lizenz (OEM oder Select).
 

Update oder Neuinstallation?

Theoretisch kann Windows 2000 auf bestehende Windows 95/98/NT-Systeme "überinstalliert" werden, d.h. ein Update vorgenommen werden, für die einwandfreie Funktion der bisherigen Anwendungsprogramme gibt es aber keine Garantie, außerdem erhalten Sie auf diese Weise nie ein "sauberes" System und schleppen immer bereits vorhandene Fehler und Probleme mit.

Wir unterstützen deshalb ausschließlich eine Neuinstallation von Windows 2000 auf einer leeren Festplattenpartition. 
 

Weitere Betriebssysteme auf der Festplatte ?

Theoretisch ist wiederum jede Kombination möglich, von einem Parallelbetrieb mit Windows 95/98/Me ist aus Sicherheitsgründen abzuraten (das schwächte Betriebssystem auf der Festplatte bestimmt die Sicherheit auf dem ganzen Computer!). Eine Parallelinstallation mit Windows NT 4.0 ist wenig sinnvoll, da es sich um dieselbe Systemfamilie - lediglich eine neuere Version - handelt.

Unsere Installationsprozedur geht davon aus, dass Windows 2000 als einziges Windows-Betriebssystem auf der ersten Partition (Laufwerk C) liegt, weitere Datenpartitionen etc. sind selbstverständlich möglich, andere Konfigurationen werden nicht unterstützt.
Eine zusätzliche Installation von Linux auf weiteren Partitionen ist in der Regel problemlos möglich, wird aber vom Rechenzentrum nicht unterstützt.
 

Das Installationsverfahren

Im Gegensatz zu dem lediglich für Einzelbenutzer gedachten "attended" (beaufsichtigten) Setup mit Quelldateien von CD - hier müssen alle Eingaben manuell erfolgen und alle Updates/Treiber manuell nachinstalliert werden bieten wir ein vollständig automatisiertes "unattended" Setup mit sämtlichen für die vorhandene Hardware und unser Netzwerk erforderlichen zusätzlichen Treibern, Servicepacks, Hotfixes einschließlich  komplett vorkonfigurierten Netzwerkeigenschaften.

Die Installationsquelle liegt bei uns auf dem Softwareserver SATURN1, es sind keine CDs - auch keine von Hardwareherstellern mitgelieferten OEM-CDs oder Recovery-CDs erforderlich! 

Wir bitten Sie dringend, von Eigeninstallationen aus anderen Quellen
  wie z.B. CDs abzusehen. Solche Installationen können wir nicht betreuen!
Außerdem können Sie durch ein ungeeignete Netzwerkkonfiguration
nicht nur sich selbst, sondern andere Benutzer im Netzwerk  stören! 

Falls Sie in Sonderfällen eine Installations-CD benötigen, können Sie - soweit Sie über eine Windows 2000 Professional Lizenz verfügen - die Quelldateien von  F:\SYSTEMSW\W2P_DE, darin das Verzeichnis i386 mit allen Unterverzeichnissen, auf CD brennen und die Installation "offline" ausführen.
 

Was beinhaltet unsere Referenzinstallation?

Vorbereitungen für die Installation

BIOS-Check

Da Windows 2000 für APM- und ACPI-Maschinen (APM und ACPI sind Energiespar-Methoden)  unterschiedliche Systemkonfigurationen verwendet und dieses Feature nach der Installation nur mühsam ändern lässt, ist es bei Maschinen, deren Hardware ACPI unterstützt dringend ratsam, vor der Installation bei etwas älteren PCs (vor 1999) das BIOS zu prüfen und ältere, evtl. fehlerhafte Versionen (Hardware unterstützt ACPI, BIOS sagt nein) zu aktualisieren
Von diesem Problem ist bei uns vor allem die Serie HP Vectra VL8i betroffen. Bei diesem PC ist das BIOS unbedingt auf Version HZ 01.09 oder höher zu aktualisieren.

BIOS-Parameter setzen

Zur Installation über das Netzwerk muss wie bei den anderen Windows-Betriebssystemen  der Punkt Plug&Play-Operating System - sofern verfügbar (nicht bei HP-e-PC) - auf "No" gesetzt werden. 

Bootdiskette anfertigen

Zum Start der Installation über das Netzwerk benötigen Sie eine Windows 95/98-Bootdiskette.

Festplatte präparieren

Da unsere Windows 2000 Installation eine leere Festplattenpartition voraussetzt, müssen sie ggf. vorhandene lokale Benutzerdaten zunächst sichern und dann die Festplatte "putzen". Windows 2000 wird auf der ersten vorhandenen primären FAT16/32 Partition installiert. Alle Daten auf dieser Partition gehen dabei verloren! Alle andere Partitionen werden nicht verändert.
Für den Normalfall (Windows 2000 als einziges Betriebssystem) ist es am einfachsten, die Festplatte komplett neu zu partitionieren.
Starten Sie dazu den PC mit der Bootdiskette und geben sie den Befehl kill_mbr ein. Damit löschen Sie die Partitionstabelle und damit sämtliche Daten auf der Festplatte (Vorsicht!). 
Anschließend müssen sie eine FAT32-Installationspartition erzeugen. Geben Sie dazu den Befehl fdisk 1 /pri:groesse ein, wobei groesse ein Zahl in Megabytes für die gewünschte System-Partitionsgröße (empfohlenes Minimum: 2000 Megabyte) ist. Falls Sie nur eine Partition für System und Daten benutzen wollen, ist die Anfangsgröße unkritisch, sie können bei der Win2000-Installation wählen, dass die Anfangsgröße auf die gesagte Festplatte erweitert wird. Geben sie in diesem Fall statt fdisk 1 /pri:groesse einfach den Befehl FDW95 ein, um eine Default-Partition zu erzeugen.

Genügt eine Partition oder soll man zwei Partitionen für System und Daten vorsehen?

Eine allgemein gültige Empfehlung gibt es leider nicht, es hängt von den jeweiligen Umständen ab. Wenn sie sämtliche Anwendungsdaten auf ein Backup-Gerät (Netzlaufwerk, CD-Brenner etc.) sichern können, ist eine einzige Partition zweckmäßig. Wollen Sie bei einer eventuell erforderlichen  Systemneuinstallation Ihre Anwendungsdaten behalten, ist eine separate, zweite Partition hierfür günstig. Vor Datenverlust bei Plattendefekten sind sie aber dadurch nicht geschützt! Sie können eine ggfls. gewünschte zweite Partition für Daten nach der Installation innerhalb von Windows 2000 erzeugen. Wie sie die Festplatte bei zwei Partitionen "teilen", hängt wiederum von Ihren Wünschen ab: Für die Systempartition genügen in der Regel 4- 8 GByte. 

Nach der Partitionierung müssen Sie einen Neustart mit eingelegter Bootdiskette ausführen (passiert bei FDW95 automatisch).  Sie werden dann /aufgefordert, die Festplatte zu formatieren. Sofort danach - ohne weiteren Neustart - können Sie eine Netzwerkverbindung herstellen oder auf das CDROM-Laufwerk zur Installation zugreifen.

Netzwerkverbindung herstellen

Zum Zugriff auf die Windows 2000 Quelldateien auf unserem Softwareserver SATURN1 geben sie bei Desktop-PCs bitte das Kommando NET ein. Falls Sie Windows 2000 auf einem Notebook über Ethernet-PC-Card installieren wollen, müssen sie hinter dem Befehl NET den richtigen Treiber angeben:

Falls Sie eine andere Netzwerkkarte benutzen, müssen sie den passenden Novell-ODI-Treiber auf die Installations-Ramdisk nach ramdrive:\nwclient kopieren und die Datei NET.CFG anpassen.

Danach müssen Sie auf Laufwerk F: den Befehl LOGIN benutzername und nach Aufforderung das zugehörige Passwort  eingeben. Es ist der Kontext uni-regensburg.de voreingestellt, deshalb genügt der reaktive NDS-Name zu diesem Kontext. 
  

Peripheriegeräte entfernen bzw. abschalten.

Damit es bei der automatisierten Installation von Windows 2000 nicht zu Problemen durch fehlende Gerätetreiber  etc. kommt, ist es ratsam, alle Peripheriegeräte wie Drucker, Scanner etc., auch alle USB-Geräte abzuschalten bzw. zu entfernen. 
 

Start und Ablauf der Installation

wird fortgesetzt!


Wolfram Oestreicher, Florian Steinbauer, 11.03.2003