Treiber/Geräte installieren

Beachten Sie dazu auch die technische Informationen zu PnP in Windows 95

Diese Seite ist im Aufbau, die Infos zum Teil veraltet


Installation der Soundkarte Soundblaster AWE32 oder SB32

Die SB32 ist eine PnP-ISA-Karte, die ältere AWE32 gibt es als PnP und (ältere) nicht-PnP-ISA-Karte. Sie verfügen über folgende Kompenenten (im Gerätemanager sichtbar):

  • Soundblaster SB/AWE32 Basisteil (Soundtreiber)
  • Soundblaster Gameport/Joystick
  • Soundblaster Midi-Sequenzer
  • Soundblaster 3D-Enhancement (nur bei SB32!)
  • Festplattencontroller IDE (3.Kanal) für CDROM-Laufwerk (nur bei SB 32!)

Die PnP-Typen werden bei der Erstinstallation (SETUP) oder beim nachträglichen Einbau in der Regel korrekt erkennt. Die nicht-PnP-AWE32 wird bei der Erstinstallation richtig erkennt, bei nachträglichem Einbau muß die Hardwareerkennung in der Systemsteuerung gestartet werden.
Bei Problemen kann man die Teilkomponenten im Gerätemanager einfach entfernen und sie neu erkennen lassen.

Windows 95 stellt selbst Treiber für die ersten drei Komponeten und den Festplattencontroller der SB32 bereit, der Treiber für 3D-Enhancement (SB32) ist nicht vorhanden, er muß von Diskette oder über Netzwerkserver (\Saturn1\Sys\Hardware\Sb32\Win95\Drivers) bezogen werden. Man kann die Treiberinstallation für den 3D-Teil auch übergehen, wenn hinterher die SB32-Anwendungssoftware eingerichtet wird. Beim nächsten Neustart wird das Teil dann richtig erkannt.

Probleme kann es mit dem Festplattencontroller der SB32 geben. Dieser ist bei unseren Rechnern eigentlich unerwünscht, läßt sich aber nicht - da PnP- hardwaremäßig abschalten. Man sollte ihn folgendermaßen deaktivieren:
Wenn die Karte in ein bereits installiertes System eingebaut wird, frägt die Hardwarererkennung, wie dieser Controller installiert werden soll. Man achte genau auf den Dialog "Festplattencontroller" (der 3D-Treiber wird auch angefragt, allerdings ohne Bezeichnung, man muß wissen daß hier der 3D-Treiber benötigt wird) und wählt die Option "keinen Treiber installieren". Versäumt man dies, muß man hinterher im Gerätemanager bei Festplattencontroller das Teil deaktivieren (Häkchen herausnehmen).
Wird Windows 95 installiert, wenn die Karte schon eingebaut ist, richtet es sich nach der Vorgaben des Systemadministartors, was passiert. In der Regel erscheinen keine Benutzerfragen und es werden Default-Angaben eingesetzt. Hier hat man keine Möglickeit, den Festplattencontroller der SB32 gleich zu deaktivieren und muß dies später im Gerätemanager tun.
Nun kann es bei Rechnern mit "Bad" System-BIOS (z.B. Acer Power/LC und /HB mit V30-Board) dadurch zu Problemen kommen, weil ein Ressourcenkonflikt auftreten kann. Beim AcerPower/HB z.B. wird dadurch die Netzwerkkarte gestört. Man muß dann den IDE-Controller der SB32 aus dem Gerätemanager löschen und bei der Neuerkennung "keinen Treiber installieren" wählen.

Der Systemadminsitrator kann das System für die Erstinstallation auch so vorbereiten, daß es keine Problem mit der SB32 gibt.

Für die SB32/AWE32 werden eine Menge Windows 95 Anwendungsprogramme mitgeliefert. Dieses sind für beide Karten gleich. Man installiert Sie durch SETUP des Herstellers (\\Saturn\Hardware\Sb32\Win95). Dabei werden auch die Originaltreiber von Windows 95 aktualisiert und der 3D-Treiber für die SB32 bereitgestellt.
Das SETUP trägt in C:\Autoexec.Bat drei Environmentvariablen ein, diese stören nicht, sind aber unnötig und können auch gelöscht werden.

Zu Problemen mit AWE32/SB32-Karten kann es bei Rechnern kommen, bei denen die PnP-Erkennung für ISA-Karten im System-BIOS nicht richtig funktioniert. Man muß dann die System-BIOS Einstellungen genau überprüfen und, wenn diese korrekt sind, am besten ein BIOS-Upgrade durchführen.
In den Hardwareeinstellungen der SB32/AWE32 sollte man die (voreingestellte) automatische Ressourcenauswahl nicht verändern. Standardmäßig werden irq 5, dma 1, dma 5, port 220, port 330 benutzt, dies kann aber je nach Rechner (welche Ressourcen frei sind) varrieren.

MS-DOS-Spiele laufen unter Windows 95 in der Regel problemlos mit der SB/AWE32, man braucht keine Realmode-Treiber.


Installation eines SCSI-Controllers Adaptec 2940 oder 3940

Der Adaptec 2940 ist ein Einkanal-, der 3940 ein Zweikanal-SCSI-Controller mit PCI-Bus. Der 3940 verwendet eine PCI-Bridge und läuft damit nur auf Rechnern, die PCI-Bridges unterstützen (nicht bei AcerPower/LC und /HB, ja bei AcerAltos 7000P und 900 und HP-Vectra XM4).

Vom 2940-Controller gibt es zwei Versionen, die ältere mit dem 7870-Chip (Kartenbezeichnung 2940/W, Device-Code 7880) und die neuere mit dem 7870P-Chip (Kartenbezeichnung Adaptec 2940U/UW, Device-Code 7881). Das "W" in der Bezeichung steht für die "Wide"-Variante (16bit-SCSI-Anschluß, 68-poliger Stecker). Zum PC hin verhalten sich die Standard- und Wide-Variante identisch.
Der neuere 2940U/UW-Controller läuft nicht mit dem in Windows 95 (Version 4.950) enthaltenen Originaltreiber, man braucht mindestens die Version 1.20 (derzeit aktuell ist Version 1.22). Die neueren Treiberversionen untersützen auch die älteren Controller.

Als PCI-PnP-Gerät ist die Installation des 2940/3940 einfach. Er wird selbst erkannt und die Treiber eingerichtet. Wenn vom Sytemadministrator der aktualiserte Treiber nicht vorinstalliert wird, muß man ihn nachträglich aktualiseren. Beim 2940U/UW, der nur von den neueren Treibern unterstützt wird, läuft das System bis dahin mit RealMode-Treibern und der Controller wird im Gerätemanager als "unbekannter SCSI-Controller" registriert.
Die Treiberaktualsierung erfolgt im Gerätemanager durch Selektieren des SCSI-Controllers (auch des unbekannten!), dann Registirerkarte Treiber und dann Treiber aktualisieren. Der richtige Treiber befindet sich auf \\Saturn1\Systemsw\Win95\Drivers\Storage\Adaptec (man muß nur das Verzeichnis wählen) oder auf einer Diskettenkopie.

Im Sytem-BIOS sollte man - wenn wegen Fehlern die bevorzugte automatische Interruptzuordnung nicht möglich ist (beim AcerPower /HB mit V30-Board) - den Interrupt 11 für den betreffenden Slot einstellen. In älteren System-BIOS-Versionen muß man auch noch "Busmaster" für diesen Slot aktivieren, da der Datentransport beim Adaptec 2940/3940 über Busmaster-DMA stattfindet.

Probleme gab es mit der Treiberversion 1.22beta. Hier wurde zwar der neue Controller 2940U/UW richtig erkannt, das System manchmal aber dennoch nicht im 32bit-Modus betrieben (Im Gerätemanager wurde bei Leistungsmerkmalen der Kompatibilitätsmodus angezeigt). Durch Tausch gegen den Treiber 1.22 wird das Problem beseitigt.

Die Treiberversionen unter 1.22 zeigten einen Fehler beim Betrieb von CD-Writern. Der Philips CDD2000 und der HP4020i wurde als 8 CD-Laufwerke (LUN-Nr.0-7) erkannt und 8 Laufwerksbuchstaben vergeben. Probleme mir Netzlaufwerken (F:, G: waren natürlich die Folge)

Im Adaptec-Setup kann man normalerweise mit den Grundeinstellungen arbeiten. Die neueren Adaptec-BIOS-Versionen bietet die Option PnP-Scam-Support (default ausgeschaltet). Schaltet man sie ein (günstig für Windows 95), können sich PnP-SCSI-Geräte in Windows 95 automatisch zu erkennen geben (man kann sie problemlos aus/einschalten). Leider untersützten derzeit noch nicht viele SCSI-Geräte (Platten, CDROM) PnP. Windows 95 erkennt aber beim Start auch nicht-PnP-SCSI-Geräte richtig, weil das SCSI-Inquiry (Scan) durchgeführt wird.
Will man nicht-PnP-SCSI-Geräte aus/einschalten, während Windows 95 läuft, muß man entweder im Gerätemanager auf "Aktualiseren" klicken oder bei den Adaptec-Zubehörprogrammen den SCSI-Explorer und darin die Option "Rescan SCSI-Bus" wählen.

Im Prinzip läuft der Adaptec 2940/3940 mit dem richtigen Treiber bereits korrekt. Es ist dennoch sinnvoll, das (lizenzpflichtige) Adaptec-EZSCSI-Paket nachzuinstallieren. Damit erhält man eine Untersützung (Treiber und Betriebsprogramme) für diverser SCSI-Geräte, z.B. Scanner, DAT-Laufwerke, CD-Writer usw. und spart sich die spätere Nachinstallation dieser Teile. Wir beschaffen deshalb den Adaptec 2940/3940 nur noch als "Kit" mit EZSCSI-Software.
Für die EZSCSI-Installation ruft man in \\Saturn1\Hardware\Adaptec\Ezscsi das SETUP-Programm auf und wählt nach der ersten Frage das Unterverzeichnis DISK1, wo das Programm SETUP32.EXE benötigt wird. Man kann die Benutzerspezifische Installation wählen und erhält damit alle Programmteile und Dokumentationen. Im Anschluß an dieses SETUP muß man das Update auf die neueste Version (derzeit 4.0d) durchführen. Dazu startet man im Verzeichnis \\Saturn1\Adaptec\Ez40d das Programm EZUP.EXE. Zuletzt muß man dann noch den Treiber aktualisieren (siehe vorher), weil die EZSCSI-Installation in der derzeitigen Version den älteren Treiber 1.20 installiert.
Es ist wichtig, diese Updates durchzuführen, weil die älteren Versionen diverse Fehler zeigen. Vor allem die ASPI-Unterstützung (WNASPI32.DLL und WINASPI.DLL) war - wie bei den Windows 95 Originaldateien - fehlerhaft und viele auf dem ASPI-Layer aufbauenden Geräte (Diabelichter, Diascanner, Fotoprinter usw.) liefen nicht.

Will man über EZSCSI gleich oder später CD-Writer Philips CDD2000 unterstützen, muß man auch beim EZSCSI-Update 4.0d noch Korrekturen anbringen. Die benötigten Dateien liegen in \\Saturn1\Sys\Hardware\Cdd2000\Win95\Ezscsi, man muß sie nach Installation des EZSCSI 4.0d Updates nach C:\SCSI kopieren. Zusätzlich muß man noch den CDROM-Hilfstreiber Cdd2000-vxd aus \\Saturn1\Sys\Hardware\Cdd2000\Win95 in das IOSUBSYS Verzsichnis kopieren.

Mit dem Adaptec 2940/3940 werden mit Standard-Adaptec-BIOS unter Windows 95 Festplattenpartitionen bis zu 2GB unterstützt. Eine 4GB-Platte braucht also zwei Partitionen. Erst mit der Windows 95 Version 4.950b wird diese Schranke wegfallen, weil dann ein 32bit-VFAT-Dateisystem unterstützt wird.

IDE-Geräte und SCSI-Geräte können unter Windows 95 gemischt eingesetzt werden. Technisch ist das nicht sehr elegenat, aber problemlos, vor allem wenn es sich um einen "good" IDE-Controller handelt. So kann man problemlos ein IDE CDROM-Laufwerk mit einer SCSI-Festplatte kombinieren (bei HP-Vectra Standard).
Bei HP-Vectra gibt es hier eventuell Probleme mit dem System-BIOS. Die Version GW0703 meldet gleich beim Booten eine IDE-Fehler, wenn eine Adaptec SCSI-Controller und SCSI-Platte, keine IDE-Platte und ein IDE-CDROM vorhanden ist. Schlimmer ist dies noch beim Adaptec 3940, dort bleibt das System in dieserm Fall stehen. Mit dem HP System-BIOS Upgarde GW0705 sind beide Probleme beseitigt. Es ist in \\Saturn1\Sys\Hardware\Pc\Hp_xm4\Bios als Datei GW0705US.EXE verfügbar. Man muß diese Datei vor dem Starten (selbstextrahierend auf Diskette) erst in ein temporäres lokales Verzeichnis kopieren.

Den 3940-SCSI-Controller sieht man in Windows 95 wie zwei einzelne Controller. Das Adaptec-Setup für den 3940 ist ebenfalls getrennt für die beiden Kanäle. Man könnte statt des 3940 zwei Stück 2940 verwenden und käme zum selben Ergebnis.Wegen der geringen Anzahl PCI-Steckplätze ist dies aber nicht günstig.


Installation zusätzlicher externer SCSI-Festplatten/CDROM-Laufwerke

Windows 95 erkennt externe SCSI-Geräte beim Start selbständig. Im Betrieb muß man beim Wechsel von SCSI-Geräten eine SCSI-Rescan duirchführen.

CDROMs sind standardmäßig immer als wechelsbare Datenträger im Geräetmanager registriert, deshalb wird der Wechel eines Mediums erkannt.

Will man Festplatten im Betrieb wechselbar machen, muß man sie als Wechseldatenträger im Gerätemanager kennzeichnen. Dies erfolgt bei den Optionen für die betreffende Festplatte. Für Wechseldatenträger sieht Windows 95 eine Möglichkeit vor, immer den oder dieselben Laufwerksbuchstaben zu vergeben. Auch für CDROM-Laufwerke kann man feste Laufwerksbuchstaben einrichten.
Das ist wichtig, wenn man mit Programmen arbeitet, die immer auf dasselbe Laufwerk zugreifen.

Beispiele:

Im Rechner ist eine Festplatte 2GB und ein CDROM-Laufwerk eingebaut. Dafür werden die Laufwerksbuchstaben C: und D: vergeben.
Schließt man eine externes CD-Laufwerk an, wird dafür der nächste freie Laufwerksbuchstabe, also E: vergeben. In der Regel ist das erwünscht. Schließt man stattdessen aber eine externe 4 GB-Festplatte mit zwei Partitionen an, würden die Laufwerksbuchstaben E: und F: vergeben. Das kollidiert mit dem bei uns üblichen ersten Netzlaufwerk F:. Man kann nun für die exteren Platte andere feste Laufwerksbuchstaben, z.B. I: und J: reservieren und hat dann keine Probleme. Leider funktioniert dieses Verfahren nur, wenn der Adaptec-SCSI-Controller die zweite Platte nicht als BIOS-Device erkennt und damit diese nicht vor Windows-Start dem Laufwerk D: zuordnet. Windows 95 kann dann keine Neuzuordnung der Laufwerksbuchstaben vornehmen. Man braucht eine Adaptec-BIOS, das die BIOS-Erkennung für jedes Device separat abschaltbar hat (das Bootdevice muß BIOS-Untersützung haben, sonst kann man nicht booten).

Ein besonders unangenehmer Fall tritt bei zwei 4GB Festplatten auf, wenn das Adaptec-BIOS für beide Platten BIOS-Unterstützung vorsieht. Die insgesamt vier Partitionen bekommen dann die Laufwerksbuchstaben C:, D:, E: und F: für die erste Platte, primäre Partition, zweite Platte, primäre Partition, erste Platte, erweiterte Partition, zweite Platte, erweiterte Partition. Windowss 95 kann hier keine Laufwerksbuchstabenreservierung vornehmen. Würde man die zweite 4GB-Platte erst nach Windows 95 Start anschließen (mit SCSI-Rescan), wäre die richtige Zurodnung möglich. Die erste Platte wäre dann Laufwerk C: und D:, die zweite nach Wahl.

Bei Notebooks mit austauschbarem Floppy-Disk/CDROM-Laufwerk (Compaq LTE5000) gibt es keine Probleme. Das Diskettenlaufwerk wird hier als "Wechseldatenträger" eingerichtet und man könnte Floppy/CDROM auch im Betrieb tauschen. Sichererheitshalber sollte man die Teile aber im ausgeschalteten Zusatnd wechslen.

Beim Betrieb externer SCSI-Geräte mit nur einem SCSI-Controller (2940) sollte man die SCSI-Kabelprobleme beachten. Jedes Stück Kabel und jede Steckverbindung ist eine potentielle Störquelle. Außerdem ist die Gesamtkabellänge beim heute üblichen Fast-SCSI-Betrieb auf ca. 3m begrenzt.
Wenn es sich nicht um einfache externe Erweiterungen des internen SCSI-Systems (Platte, evtl. CDROM) um eine externe Platte, einen CD-Writer oder ein DAT-Laufwerk handelt, sollte man den Zweikanal-Controller 3940 statt des 2940 vorsehen. Die internen SCSI-Geräte versort man hier über Kanal B, die externen über Kanal A. Die internen Geräte (die System-Platte!) arbeiten damit ungestört von eventuellen Problemen an externen Geräten.


Installation eines CD-Writers Philips CDD2000 oder HP 4020i

Diese baugleichen CD-Writer sind werden als normale SCSI-Geräte angeschlossen, wahlweise intern oder extern. Intern kann der CD-Writer vorteilhaft ein CDROM-Laufwerk ersetzen (man kann über den CD-Writer auch lesen, nicht nur schreiben)., dies ist eine Standardlösung beim HP-Vectra XM4.

Das SCSI-ID des CD-Writers sollte man auf 6 (höchstmöglicher Wert) stellen, damit er die höchste Priorität im SCSI-Bus hat. Das sichert den benötigten garantierten kontinuierlichen Datendurchdatz von 300kB/s (Burst 1MB/s) beim Schreiben.

Softwareseitig installiert man am einfachsten das Adaptec EZSCSI-Paket mit den Korrekturen für Philips CDD2000, wenn dies nicht schon erfolgt ist. In EZSCSI ist eine einfache, aber gute Brenner/Kopiersoftware von INCAT (jetzt Adaptec) enthalten. Für das Programm CDCOPIER braucht man zwei SCSI-CD-Laufwerke (einen CD-Writer und ein CDROM), weil das Kopieren in Echtzeit erfolgt. Hat man nur ein Laufwerk, muß man die Daten auf der Festplatte zwischenlagern ("normal" lesen und mit CDWRITE schreiben).

Tips bei Fehlern:

  • Wenn man einen älteren Adaptec-Treiber als Version 1.22 installiert hat, sieht man den CD-Writer als 8 CD-Laufwerke.
  • Vergißt man die CDROM-Korrektur (cdd2000.vxd) nach IOSUBSYS zu kopieren, kann man den CD-Writer evtl. nicht als CDROM-Laufwerk benutzen.
  • Vergißt man die EZSCSI-Korrekturen für den CDD2000, erkennen die Programme CDWRITE und CDCOPIER den CD-Writer nicht. Das liegt an der Änderung des Inquiry-Strings von Philips CDD2000 zu IMS CDD2000/10.
  • Geht das Schreiben auf CDs schief (am Ende beim Schreiben des Leadin/Leadout Fehlermeldung "SCSI-Communication Error", die CD ist unbrauchbar), können folgende Ursachen vorliegen:
    SCSI-Verkabelungsprobleme, Adaptec-Treiber <= 1.22, Wnaspi32.dll falsch (EZSCSI mit Updates neu installieren), EZSCSI-Version <= 4.0d, Firmware des CD-Writers <= 1.20.

Installation eines HP-DAT Laufwerks

Wir verwenden standardmäßig das HP-DAT-Laufwerk C1533 mit eine Kapazizät von 4-16 GB (unkomprimiert/komprimiert) als externes Komplettgerät mit SCSI-Anschluß. Die externe Bauweise wird bevorzugt, weil für Wartungsarbeiten der Rechner nicht geöffnet werden muß.

Die Softwareuntersützung (Backup/Restore) für Windows 95 ist im Adaptec-EZSCSI-Paket enthalten. Im Prinzip handelt es sich um dieseble Backup-Software, die in Windows 95 bereits enthalten ist. Aus Lizenzgründen unterstützt aber die in Windows 95 verfügbare Backup-Software keine DAT- und QIC-Laufwerke, sondern nur Disketten und Festplatten/Netzlaufwerke.

Man sollte EZSCI, wenn nicht bereits erfolgt, vor Anschluß des DAT-Laufwerks installieren. Andernfalls sieht Windows 95 das DAT-Laufwerk im Gerätemanager in der Kategorie "unbekannte Geräte", weil die INF-Datei fehlt. Durch Nachinstallation von EZSCI kann das Problem beseitigt werden, eventuell muß man das "unbekannte Gerät" noch löschen und neue erkennen lassen.

Von Hewlett-Packard gibt es dieselbe Backup-Software (Colorado) kostenlos und unabhängig von EZSCSI. Wenn EZSCSI installiert ist, sollte man diese Software nicht (nochmals) installieren. Hat man einen CD-Writer angeschlossen, führt dies sogar zu Problemen, weil die von EZSCSI bereitgestellten ASPI-Treiber mit älteren Versionen überschreiben werden.


Installation eines HP-Scanjet (alle Modelle)

Der HP-Scanjet wird über eine SCSI-Schnittstelle an den Rechner angeschlossen. Ist kein Adaptec 2940/3940 vorhanden (bei älteren PCs ist auch ein 1522/1542/1740/2842 geeignet), verwendet man den beim Scanner mitgelieferten Mini-SCSI-Adapter mit ISA-Bus. An diesen Adapter sollten keine weitere SCSI-Geräte (Platten usw.) angeschlossen werden.

SCSI-Controller und Scanner (als SCSI-Gerät) werden von Windows 95 getrennt erkannt!

Der Mini-SCSI-Adapter von HP ist (zur Zeit) ein NCR-Minicam-Controller mit PnP-Eigenschaft. Er wird von Windows 95 selbst erkannt, Treiber sind in Window 95 allerdings nicht enthalten. Am einfachsten übergeht man die PnP-Treiberinstallation und installiert gleich die Anwendungssoftware von HP.
Hat man einen Adaptec Controller und EZSCSI ist bereits installiert, sind die richtigen Treiber schon vorhanden. Auch eine einfache Scanner-Software ist in EZSCSI enthalten (man sollte dennoch die HP-Software nachinstallieren).

Die HP-Anwendungssoftwate für den Scanjet (alle Modelle) liegt auf \\Saturn1\Sys\Hardware\Scanjet und wird mit einem SETUP-Programme installiert. Details stehen in einer Readme.Txt-Datei im selben Verzeichnis. Vor Installation der Software muß der Scanner eingeschalttet und an den SCSI-Controller (NCR oder Adaptec) angeschlossen sein. Die Software erkennt selbst an welchen Controller der Scanner angeschlossen ist und installiert die passenden Treiber und INF-Dateien. Beim nächsten Windows 95 Start sollte dann im Gerätemanager alles richtig erkannt sein (kontrollieren!).

Man kan den Scanner selbstverständlich in eine Kette mit anderen SCSI-Geräten einschleifen (beim Adpatec 2940/3940).

Scanner, Diabelichter u.a. funktionell ähnliche Geräte werden über das sog. TWAIN-Interface angesprichen. Dazu braucht man außer dem ASPI-Layer nur die (einheitlichen) TWAIN-DLLs und eine herstellerspezifische TWAIN-Informationsdatei. Das TWAIN-Interface wird von vielen Betriebsprogrammen für solche Geräte installiert, auch bei der HP-Scannersoftware.
Das TWAIN-Interface ermöglicht die direkte Nutzung solcher Geräte aus TWAIN-kompatiblen Anwendungen (Grafikprgramme usw.) ohne weitere Hilfsprogramme.


Installation anderer SCSI-Geräte

Voraussetzung für den Betrieb und die Installation herstellerspezifischer Treiber ist ein korrektes ASPI-Interface, weil die meisten Hersteller ihre Treiber - wie bei Windows 3.x - darauf aufbauen.

Man braucht die aktuelle EZSCI-Version (dertzeit 4.0d), um das richtige WNASPI32.DLL (32bit-Schnittstelle) und WINASPI.DLL (Windows 3.x kompatible 16bit-Schnittstelle) bereitzustellen.

Zur Not kann man damit sogar alte Windows 3.x-Treiber der Hersteller installieren. Wenn kein Windows 95 Treiber vom Hersteller bereitgstellt ist, merkt man dies im Gerätemanager. Dort sind die SCSI-Geräte dann als "unbekannt" regsistirert. Die richtige Funktion ist trotzdem gewährleistet. Beispiel: Diabelichter, Diascanner mit älterer Software.


Installation einer Zusatz-Videokarte ATI-mach64

Die mach64 ist eine PCI-PnP-Karte. Es gibt sie mit 2MB DRAM, 2MB VRAM oder 4MB VRAM. Die VRAM-Varaianten sind leistungsstärker. Bestimmte DRAM-Varianten haben Einschränkungen bei der bei flimmerfreier Darstellung (>= 75Hz) möglicher Farbtiefe/Auflösung, es ist dann nicht die der Speichergröße entsprechende maximal mögliche Kombination einstellbar (1024x768x64k bei 2MB).
Die neueren mach64-Karten verfügen über kein EEProm mehr zur Speicherung der Monitorparameter, die Daten werden hier in einer Datei EEDATA.EE_ (wie bei DOS/Windows 3.1) abgelegt.

Windows 95 enthält elemtare Treiber für die mach64, die autoamtisch beim Erkennen der Karte aktiviert werden. Diese Treiber gestatten allerdings nicht die Einstellung der Ablenkfrequenzen im Dialog "Eigenaschaften der Anzeige". Man mußte dazu das Installationsprogramme von ATI (INSTALL.EXE) im RealMode (Windows 95 nur DOS-Eingabeaufforderung) starten. Heute ist das überflüssig, weil es aktualiserte Treiber mit dieser Einstellmöglichkeit gibt.

Der aktuelle Treiber ist Version 2.08 und bietet das in für Multimediaapplikationen wichtige DirectDraw Interface. Dieser Treiber liegt in \\Saturn1\Sys\Systemsw\Win95\Drivers\Display\Ati\mach64\v208. Er wird wie üblich über Eigenschaften der Anzeige-Einstellungen-Videokarte-Treiber aktualisiert. Das vom Hersteller empfohlene SETUP-Verfahren ist unnötig, würde hier aber auch nicht schaden.

Für den AcerPower/LC mit onbaord Cirrus-GD5434 Grafikchip kann man diesen Treiber nicht ohne weiters verweneden, weil das Acer System-BIOS fehlerhaft ist und man deswegen die Bildschimrauflösung beim Treibert v208 nicht einstellen kann.
Am einfachsten verwendet man hier den äleren Treiber v2.00, er ist in \\Saturn1\Sys\Systemsw\Win95\Drivers\Display\Ati\mach64 verfügbar. Damit gibt es beim ACerPower/LC keine Probleme, dieser Treiber kann aber kein DirectDraw.

Will man den v208-Treiber audf AcerPower/LC dennoch (mühsam) installieren, führt folgendes empirisch ermittelte Verfahren nach Installation der mach64 zum Ziel:
Man löscht im entfernt im Gerätemanager die als "nicht funktionsfähig" angezeigte Cirrus-Grafikkarte und führt keinen Neustart durch. Dann löscht man die zugehörigen Treiber auf der Festplatte (Cirrus.cxd usw., man sieht sie bei den Eigenschaften,Treiber der Cirrus-Grafikkarte vor dem Löschen), damit sie beim nächsten Start nicht automatsich neu installiert werden. Ferner sorgt man dafür, daß Windows 95 die Treiber nicht automatisch beziehzen kann (keine Netzverbindung, wenn Source am Netz, sonst Layout.Inf provisorisch ändern). Beim nächsten Neustart finden Windows 95 keine Treiber und fordert eine Diskette an. Man wählt hier die Option "keinen Treiber installieren".

Tips bei Fehlern:

  • Ist das Bild nichtr flimmerfrei, hat man vergessen, die Ablenkfrequenzen in den Eigenschaften der Anzeige richtig einzustellen. Trotz korrekter Monitorwahl lesen die ATI-Treiber manchmal dieser Daten nicht richtig aus und man muß die Einstellungen manuell vornehmen.
    Kann man die richtige Ablenkfreuenz trotzt korrekter Monitorwahl nicht einstellen, liegt vermutlich der Problemfall ACerPower/LC vor (Treiber v2.00 benutzen!).
  • Hat man auf dem AcerPower/LC den Treiber v208 versehentlich installiert und will den Treiber v2.00 "aktualiseren", bleibt eine Relikt des v208-Treibers zurück. Beim Start meldet Windows eine fehlende DLL. Man korrigert/vermeidet dies, in dem man in C:\WINDOWS\WIN.INI die ATI-Befehle bei load= und run= entfernt und dann erst den Treiber v2.00 installiert.
  • Die Auflösung 1152x936 Punkte darf bei den Acer-Monitoren 56L und 76i nicht mit 75Hz betrieben werden, weil man damit die Monitorgrenzwerte überschreitet. Maximum bei diesen Monitoren ist 1024x768 bei 75Hz.
    Beim EIZO 17"-Monitor kann man auch 1280x1024 mit 75Hz verwenden.

Der mach64 v2.08-Treiber gestattet eine einfache Umschaltung von Auflösung/Farbtiefe, während Windows 95 läuft.


Installation einer Zusatz-Videokarte Matrox-Millenium

Dies ist eine PnP-PCI-Hochleistungsgrafikkarte (leistungsfähiger als mach64) mit guten Treiber für alle Windows-Betriebssysteme. Es gibt sie mit 2 oder 4MB WRAM. In den HP-Vectras wird die 4MB-Karte als Option eingesetzt.

Zur Installation läßt man Windows 95 die Karte erkennen. Windows 95 verfügt für die neueren Karten über keine internen Treiber und fordert dehalb eine Diskette an. Man gibt als Quelle \\Saturn1\Sys\Hardware\Hp_xm4\Video\Matrox\Win95\Disk1 an. Das dort bereitsgestellte INF installiert nicht nur die Treiber, sondern auch die Zusatzsoftware (ist zumindest so beabsichtigt!).

Die Matrox-Millenium-Treiber verfügen über die DirectDraw Schnittsttelle.

Beim Einsatz in AcerPower/LC (nicht empfohlen, besser mach64 verwenden) dürften sich dieselben Probleme wie bei den ATI-Treibern ergeben.


Installation einer Videokarte FAST FPS60, Screen-Machine II oder Movie-Machine II

Diese Overlay-Videokarten sind nicht-PnP-ISA-Adapter und werden deshalb von Windows 95 nicht erkannt und installiert. Die Treiberinstallation läuft über eine SETUP-Programm des Herstellers und ist auf \Saturn1\Sys\Hardware\Fps60, ...\MM2 bzw. ...\SM2 verfügbar. Es sind noch die alten Windows 3.1 Treiber, aber sie funktionieren auch unter Windows 95.

Folgende Funktionen sind in den Karten enthalten:

  • Overlay-Videoystem
  • Video-In und Out (PAL/NTSC, FBAS und SVHS)
  • Rechner-Video/Overlay-Video Mischer (nur SM2 und MM2)
  • M/JPEG Encoder (nur FPS60, als Zusatzmodul auch bei MM2)
  • MPEG-Dekoder (Zoran) mit MPEG-Audio-Ausgang (Zusatzmodul für FPS60 und MM2, anderes Zusatzmodul für SM2)
  • TV-Tuner (nur MM2)
  • MCI-Treiber für Overlay-Video (AVI, MPEG, CDI)

Für alle Karten werden keine Bildschirmtreiber, sondern Multimedia (MCI) Komponenten und Betriebsprogramme eingerichtet.

Nach Installation der Software muß man das SETUP für die Karte (im Ordner "Fast Multimedia") ausführen. Dazu muß das Rechner-Videosignal durch die FAST-Karte durchgeschleift werden (Pacthkabel anbringen), sonst erkennt das SETUP die Karte nicht.

Das Setup erkennt zunächst den richtigen I/O-Port (318), dann eine Interrupt (es sucht sich einen freien). Der Interrupt wird für den MPEG-Dekoder verwendet. Anschließend muß man das Overlay-Video mit dem Rechner-Video zur Deckung bringen ("Adjust Overlay"). Dafür gibt es die Einsteller PLL-Phase, X-Offset und Y-Offset sowie die Interlace-Schalter 1-2-3.
Den PLL-Phase Einsteller justiert man so, daß die (meist roten) Interferenzstreifen möglich gut waagrecht liegen. Damit ergeibt sich auch die richtigre Bildbereite des Overlay-Signals. Liegt man weit weg vom optimnalen Punkt, sieht man viele senkrechte Interferentstreifen. Mit zunehmender Annäherung an den optimalen Punkt werden die Streifen breiter und weniger und horizontal geneigt. Gelingt dies nicht, muß man bei "Interlace" auf einen anderen Wert umstellen. Zum Schluß werden die beiden Bilder (Rechner/Overlay) mit X-Offset und Y-Offset möglichst gut zur Deckung gebracht.

Bei der FPS60 und MM2 muß man dann noch die korrekte Fensterüberlagerung einstellen. Dazu öfnnet man eine Overlay-Video-Darstellung (z.B. Media-Player mit AVI- oder MPEG-Wiedergabe) und bringt eine Teil eines Fensters vom Rechnervideosignal (z.B. irgendein Popup-Menü) in das Overlay-Fenster. Man wird jetzt eine Fehler in der Fensterüberlagerung sehen (Teil des Rechervidosignals ist nicht sichtbar). In den Einstellungen für FPS60/MM2 (im Overlay-Fenster) kann man dies korrigieren.

Die derzeit verfügbaren MCI-CDI-Treiber gestatten nicht das Abspielen von Interactive-Video-CDs (ohne CDROM-Spur), sondern nur von CDIs (mit CDROM-Spur).

Tips bei Problemen:

  • Setup der Karte läßt sich nicht durchführen
    Das Patchkabel zum Videocontroller des Rechners ist nicht eingesteckt.
  • MPEG-Video über den Media-Player ruckelt.
    Der Datentransport von CD-Laufwerk ist nicht ok. Dies passiert beim AcerPower/HB, eine Lösung ist noch nicht bekannt.
  • Media-Player braucht lange zum Starten.
    Die ist unangenehm, aber normal, weil das Software-Download zum ZORAN-MPEG-Dekoder so lange dauert.
  • Monitorbild ist unschärfer als beim direkten Anschluß an dei Rechner-Videokarte.
    Auch das ist normal. Man kann die Karten bis höchstens 64kHz Horizontalfrequenz einsetzen (1024x768 bei 75Hz), weiter reicht die Bandbreite des DACs nicht. Auch die Video/Overlay-PLL synchronisiert über 64kHz nicht mehr.

Installation eines HP-Druckers mit PnP-Eigenschaft (ab Laserjet Serie 4 /Deskjet Serie 600)

Drucker einschalten, an den Rechner anschließen und Windows 95 starten. Die PnP-Erkennung erfolgt und der benötigte Treiber wird automatisch installiert bzw. eine Diskette angefordert.

Windows 95 enthält (in der Version 4.950und 4.950a) keine Treiber für folgende Drucker:

  • HP-Laserjet 5L
  • HP-Deskjet 850c
  • HP-Laserjet 5 (noch nicht am Markt)

Für diese Drucker wird immer nach Disketten gefragt, man gibt als Quelle \\Saturn1\Sys\Systemsw\Win95\Drivers\Printer\Hp und wählt darin das zum Drucker passende Verzeichnis. Hierin sind die benötigten PCL-Treiber enthalten.

Achtung Laserjet 5L: Wiedereinmal werden vom Hersteller Disketten zur Installation mitgegeben, welche dei Installation unnötig erschweren und Fehler verursachen können!

Bei den HP-Laserdruckern unterscheidet man die PCL- und die Postscript-Druckersprache. Die einfachen Drucker können nur PCL, diejenigen mit dem Zusatz "M" oder "MX" verstehen auch Postscript (Adobe Level 2). Bei uns werden die Modelle Laserjet 5MP, 5SIMX und 4M+ eingesetzt.
Wenn Windows 95 einen derartigern postscriptfähigen Drucker erkennt, installiert es standardmäßig einen Postscript-Druckertreiber. Integriert ist ein Adobe-Level 2-Treiber guter Qualität. Man braucht hier keinen zusätzlichen PCL-Treiber.

Treiberprobleme:

Leider sind die PCL-Druckertreiber von Windows 95 - wie bei Windows 3.1 - mehr oder weniger fehlerbehaftet und es gibt z.Zt. fast noch keine Updates. Das einzige Update ist für den Laserjet Serie 3 verfügbar und befindet sich im Windows 95 Druckertreiberverzeichnis auf dem Saturn1.
Man kann bei Problemen versuchen, einen "älteren" Treiber zu verwenden, z.B. beim Laserjet 5 Treiber für die Serie 4 oder 3 usw. Die Treiber für eine Druckerserie (3,4,5) sind immer gleich, man darf sich nicht durch die verschiedenen Modelle in der Drucker-Auswahlliste irritieren lassen. Die Modellvarianten (z.B. Laserjet 4P, 4L) unterscheiden sich nur durch die Optionen beim Druckertreiber.

Bei Adobe-Postscript-Treiber sind Probleme durch nicht korrekte Einstellungen möglich. Meistens sind diese Werte durch die zum jeweiligen Drucker passenden INF-Dateien richtig vorgegeben werden, aber es gibt auch Fehler, z.B. bei der richtigen Speichergröße (z.B. beim Laserjet 5MP). Stimmt die Speichergröße nicht, folgen Postscript-Fehlermeldungen am Drucker.

Installationsprobleme:

Wenn man Druckertreiber aus verschiendenen Quellen (Netz, Diskette, lokal) installiert, kann es nicht ganz korrekte INF-Dateien vorkommen, daß Windows 95 den Source-Pfad zu den Treibern nicht mehr findet. Man muß dann manuell nachhelfen und eventuell verschiedene Pfade (Liste beachten!) probieren. Am Netz liegen z.B. die Standard-Postscripttreiber in \\Saturn1\Sys\Sytemsw\Win95\System.

Druckertreiber aktualisiert man am einfachsten, indem man den Drucker löscht und neu installiert. Bei der Druckerauswahl wählt man dann "Diskette".

Im System-BIOS des PC sollte man die Druckerschnittstelle auf ECP stellen (DMA 3, wenn Auswahl möglich) oder auf ECP/EPP oder auf EPP, wenn ECP nicht verfügbar ist. Schlechteste Wahl ist die Standard-Centronics-Schnittstelle (standard oder bidirektional). ECP und EPP sind nur bei neueren PCS verfügbar.
Mit ECP oder EPP abrbeitet der Drucker deutlich schneller, weil die Schnittstelle leistungsfähiger ist.

Hat man einen Rechner mit IRDA-Schnittstelle (z.B. Compaq Notebook LTE 5000) und eine Drucker mit derselben Schnittstelle (z.B. HP-Laserjet 5MP), kann man auch kabellos über Infrarot (IRDA) kommunzieren. Dazu muß man in Windows 95 das IRDA-Update installieren, wenn es vom Systemaministrator noch nicht vorinstalliert ist. Anschließend verfährt man wie üblich: Drucker einschaltet, Infrarot-Strecke nicht behindern, Windows 95 starten. Der Drucker wird dann als PnP-Gerät erkannt. Die IRDA-Schnittstelle selbst ist ebenfalls PnP.


Installation eines älteren HP-Druckers ohne PnP-Eigenschaft

Ob eine Drucker PnP kann oder nicht, muß man nicht herausfunden. Wenn ein angschlossener und eingschalteter Drucker beim Windows 95 Start nicht automatsich erkannt wird, ist er "nicht-PnP".

Man installiert dann den Drucker über Start-Einstellungen-Drucker-Neuer Drucker. Praktsich alle Druckertreiber für diese älteren Drucker sind in Windows 95 enthalten, sodaß es keine Probleme gibt.


Installation eines Modems

Auch hier gibt es PnP-Geräte und nicht PnP-Geräte. Die PnP-Geräte werden automatisch installiert, wenn da Modem eingeschaltet ist und Windows 95 gestartet ist, vorausgesetzt, die serielle Schnittstelle, an der das Modem angeschlossen ist, funktioniert richtig.

Hat man kein PnP-Modem, nimmt man die Installation über Start-Einstellungen-Systemsteuerung-Modem vor. Man kann das Modem automatsich erkennen lassen (Teil der Hadrwarekennung wird gestartet) oder - hier in der Regel problemlos - manuell wählen.

Die Windws 95 Original-Modeminformationen sind für die heute verfügbaren Modems teilweise verwaltet und man findet das passende Modem nicht bzw. es wird nicht automatsich erkannt. Man kann die Modem-INF-Dateien aktualiseren (Update ist am Saturn1 verfügbar) oder manuell eine möglichst ähnlichen Typ wählen. Zur Not nimmt man die "Standardmodemtypen" mit der passenden Geschwindigkeit (14400/28800 Baud).

Als Geschwindigkeit für das Modem wählt man bei den Modemeigenschaften bei neueren Rechnern mit 16550-UART 115200 Baud für V34-Modems (28800 Baud) und 57600 Baud für 14400 Baud Modems. Bei älteren Rechnern mit 8550/16450 UART wählt man 38400 Baud. Ob ein 16550-UART vorhanden ist, erfährt man in der Modemdiagnose:

Nach der Einrichtung des Modems verfiziert man dessen korrekte Funktion durch Modem-Eigenschaften-Diagnose. Man muß im Diagnosemenü dazu erst den COM-Port, an dem da Modem angeschlossen ist, anklicken.

Im Anschluß an die Modemeinrichtung kann man mit der Installation anderer Dienste, z.B. Fax über Exchange oder RAS über DFÜ beginnen.

Tip bei Problemen:

Wenn man den genauen Modemtyp nicht in Liste findet oder bestimmte Modem-Einstellungen für ein gewähltes Modem nicht möglich sind, kann man diese Daten in der Datei MODEM.INF manuell korrigieren. Hier können z.B. AT-Befehle geändert oder hinzugefügt werden.

Wenn DFÜ über das Modem gewünscht wird, verfährt man wie beim Einrichten einer ISDN-Karte (CAPI und Netzwerkkarte ISDN entfällt)

Wichtiger Hinweis: Modems können an unsere neue Telefonanlage in der Regel (digitaler Standardanschluß) nicht angschlossen werden. Ein a/b-Adapter ist für unsere Telefonanlage nicht möglich.


Installation einer ISDN-Adapterkarte

Wir verwenden für Windows 95 die Teles S016-Adapter ,weil es damit keine Treiberprobleme gibt und die Herstellerunterstützung gut ist. Windows 95 beinhaltet alle Treiber für die ältere Karte Teles S016.2, für die neue Karte S016.3 braucht man aktualisierte Treiber (vor allem ein neues CAPI-Protokoll).
Technisch gesehen unterscheiden sich die ältere und die neue Karte durch die Ressourcen: Die ältere Karte benutzt shared-memory, die neue nicht. Die ältere Karte ist eine nicht-PnP-ISA-Karte, die neuere Karte wird eventuell PnP sein.

Einbauanleitung:

  1. Karte Teles S016.2 oder S016.3 in ISA-Steckplatz einbauen.
  2. Windows 95 starten
  3. Netzwerkeiggenschaften öffnen.
  4. Hinzufügen Netzwerkkarte, Hersteller Teles, Typ ISDN-S0-Adapter
  5. Eigenschaften der Netzwerkkarte Teles einstellen: Ressourcen kontrollieren, diese sollten automatisch richtig eingestellt sein. Die port-adresse muß mit den Jumpern auf der Karte übereinsteimmen (port E80 oder F80).
  6. Hinzufügen Protokoll, Hersteller Acotoec, Typ Acotec CAPI 2.0
    Hat man eine Teles S016.3, muß man bei Hinzufügen Protokoll "Diskette" wählen und das neue CAPI (dual-mode) von Acotec installieren.
  7. Wenn DFÜ gewünscht wird, Netzwerkkarte DFÜ hinzufügen und die gewünschten Protokolle (IPX/TCPIP, nicht CAPI!) an DFÜ binden. Eigenschaften der Protokolle richtig einstellen. Wir installieren standardmäßig DFÜ (ohne Routing-Funktion).

Für den Anwender funktioniert die ISDN-Karte wie ein "virtuelles" Modem, sie erscheint auch in der Modemliste. Der Übergang von Karte zu Modem erfolgt durch das CAPI-Protokoll.

Bei der Installation des CAPI-Protokolls nach dieser Anleitung wird eine echte 32-bit Version und kein RealMode Treiber installiert. Bei Windows 3.1 war dies nicht möglich.

Die Deinstallation einer ISDN-Karte kann nicht durch einfaches Löschen aus dem Gerätemanager erfolgen, beim nächsten Windows 95 Start bekäme man eine CAPI-Fehlermeldung. Stattdessen mu man das Deinstallationsprogramm von Actotec verweneden. Einzelheiten dazu sowie weitere Informationen über die Funktionalität und die Parameter der Teles-Karten stegen in der online-Info von Acotoec, die man bei Installation des CAPI-Protoolls uf den Desktop installiert bekommt. Man sollte diese Informationen genau lesen.

Für unsere ISND-Anschlüsse braucht man die Einstellung "EURO-ISDN".

Nach erfolgreicher Installation der ISDN-Karte (Treiber, CAPI, DFÜ und Protokolle) kann man wie beim Modem Anwendungen, z.B. Fax mit Exchange, CompuServe-Zugang, Hyperterminal (für Mailboxen) oder DFÜ (RAS) installieren. Mit RAS kommt man von außen aber nur an den eigenen Rechner und nicht an das über eine Ethernetkarte angeschlossene Netzwerk, weil keine Routingfunktion gegeben ist.

TCP/IP- bzw IPX-Router (Fremdprodukte) dürfen keinesfalls zuinstalliert werden, weil man damit das Uni-Datennetz erheblich stören kann und der PC in einem derartigen Fall vom Datennetz abgetrennt werden müßte. Für den RAS-Zugang an das Uni-Datennetz ist ausschließlich der zentrale Access-Server des Rechenzentrums zu benutzen.

Für die ISDN-Karte gibt es außer dem bei Modems üblichen Anwendungen in Windows 95 noch die international standardisierte TAPI-Schnittstelle. TAPI und CAPI vertragen sich gegenseitig. TAPI (Telephony Application Proramming Interface) ermöglicht Telekommunikationsanwendungen nach dem CTI-Konzept (Compter-Telephony-Integration): Grundlegende Anwendungen für TAPI sind in Windows 95 enthalten (Telefon, Fax), weitere kann man nachinstallieren.

  • Telefonieren über den PC
  • Anrufbeantworter und interaktive Sprachantwort mit dem PC (wie Voice-Modem)
  • ISDN-Filetransfer
  • Datex-J (BTX)
  • Faxen mit dem PC, auch Fax on Demand
  • Automatische Rufverteilung

Bei unserer neuene Telefonanalge können ISDN-Karten nur an Komfort-Telefone mit S0-Adapter angeschlossen werden. Der Anschluß ist vor Beschaffung der ISDN-Karte mit der Technischen Zentrale abzuklären.


Installation eines HP-Officejet

Der HP-Officejet ist ein PnP-Kombigerät mit folgenden Merkmalen:

  • Tintendrucker wir HP-Deskjet 600
  • Schwarzweiß-Scanner
  • autonomes Faxgerät (Drucker und Scanner werden mitbenutzt) mit Analog-Telefonanschluß, Betrieb parallel zumTelefon möglich.
  • Faxbetrieb über den Rechner, der Officejet wird hier wie ein Faxmodem genutzt.

Scanner und Faxfunktion laufen über die normale Druckerschnittstelle, diese sollte möglichst ECP oder EPP sein (neuere Rechner).

Zur Installation schaltet man den Officejet ein, verbindet ihn mit dem Rechner (Telefonaschluß ist egal) und startet Windows 95. Bei der nun folgenden Geräteerkennung gibt es zwei Möglichkeiten, Treiber zu installieren:

  1. Man wählt "Liste mit alternativen Treibern und daraus den HP-Officejet. Windows 95 untersützt ihn in den Grundfunktionen mit vorhandenen Treibern. Möglich ist damit das Drucken und der Faxbetrieb (als Faxprogramm wird Exchange verwendet). Der Officejet wird mit dieser Methode als Drucker und als "virtuelles" Faxmodem regisriert.
  2. Man wählt "Treiber des Herstellers" und bezieht die HP-Software für den Officejet von \\Saturn1\Sys\Hardware\Offjet. Vorsichtshalber kann man (vorher!) diesen Ordner in einen temporären lokalen Ordner kopieren und als Quellpfad diesen Ordner angeben, da zwischendurch ein Neustart erfolgt und die Installation in der derzeitigen Version nicht ganz unproblematisch verläuft.

Bei der Treiberinstallation von HP werden auch Anwendungsprogramme mitinstalliert und dabei ein Reihe von Fragen gestellt. Entegen der Mitteilung, daß bei einem paralellen Anschluß zum Telefon die automatische Faxantwort nicht möglich ist, kann man dies sinnvollerweise aktivieren und den Klingelzähler, bis das Fax abhebt, hochsetzen (5-6 Klingelzeichen).
Die Installation dauert ziemlich lange und erscheint doppelt zu erfolgen, am Ende ist aber alles ok, wenn man sich genau an die gewünschten Eingaben hält.

Leider wird bei der HP-Installation im Gegensatz zur Microsoft-Treiberinstallation derzeit ein eigenes Fax- und Scannerprogramm mitinstalliert und man kann Exchange für den Faxteil nicht benutzen. Die ganze Software ist Windows 3.1-Stil und erscheint nur notdürftig an Windows 95 angepaßt. Für die Scannerfunktion wird eine TWAIN-Modul installiert, sodaß man alle TWAIN-kompatiblen Programme zum Scannen benutzen kann.

Unter keinen Umständen dürfen die von HP mitglieferten Windows 3.1-Treiber installiert werden!

Bei der Microsoft-Treiberinstallation wird dagegen der Scanner als autonomes Gerät nicht unterstützt und die autonomen Faxeigenschaften des Officejet lassen sich nicht fernebdienen.

Hinweise zum Betrieb an unserer Telefonanlage:

Hat man - wie bisher - eine Analoganschluß (Ausnahmefälle), ist der Officejet in allen Funktionen nutzbar. Hat man jedoch einen digitalen Standardanschluß, kann der Officejet als autonomes Fax nicht genutzt werden (es ist keine a/b-Umsetzung möglich). Mit einer ISDN-Karte im PC kann der Faxanschluß jedoch erfolgen, wenn man ein Komforttelefon mit S0-Anschluß bestitzt. Dies ersetzt aber nicht die autonome Faxfähigeit des Officejet.
Es ist bei digitalen Nebenstellenanschlüssen deshalb zu überlegen, ob der Officejet sinnvoll ist oder ob eine Kombination von (eventuell schon vorhandenem) Laserdrucker, ISDN-Karte (Faxanschluß) und presiwertem Scanner nicht günstiger ist, falls man nicht ohnehin auf ein Standardfaxgerät zurückgreift. Versendet und empfängt man Faxe vorwiegend mit dem Rechner (mit Exchange), ist die ISDN-Lösung günstig. Es darf dabei aber nicht übersehen werden, daß trotz aller Einfacheit der heutigen Programme (Exchange als Faxprogramm) die Bedienung einer PC-Faxlösung anders ist als die eines autonomen Faxgeräts und das Rechenzentrum dazu keine Einweisung in jedem Einzelfall anbieten kann.


W.Oestreicher, 22.5.1996