Windows 95 Kommunikation

DFÜ, Remote Network Access

Die in diesem Dokument beschriebenen Verfahren zur Installation und Nutzung von RNA unter Windows 95 wurden gründlich getestet. Fehlerhafte oder unzulängliche Angaben sind aber nie auszuschließen. Für Hinweise dazu bin ich Ihnen dankbar.
Der Verfasser

 

Einführung

Remote Network Access (RNA) ist die Verbindung eines Computers zu einem Netzwerk über Telefon-Wählleitungen (Analog oder ISDN) - im Gegensatz zur direkten Verbindung über ein Netzwerkkabel (z.B. Ethernet). Mit können Sie z.B. an Ihrem Computer zu Hause oder auf dem Notebook unterwegs dieselbe Netzwerkfunktionalität nutzen wie auf Ihrem direkt an ein Netzwerk angeschlossenen Computer in der Firma, lediglich die Übertragungsgeschwindigkeit ist langsamer. Technisch funktioniert das heute in den meisten Fällen über das sogenannte PPP-Protokoll, über das wiederum Standardprotokolle wie TCP/IP, IPX oder NETBEUI übertragen werden können.

Für RNA braucht Ihr Computer ein Modem oder einen ISDN-Adapter, je nachdem, welcher Telefonanschluß Ihnen zur Verfügung steht. Über Modems erreicht man derzeit bis zu 33,6kBit/s, über ISDN-Strecken bis zu 128 kBit/s. Es gibt auch PC-Card-Adapter für GSM-Telefone, womit Sie eine RNA-Verbindung über das weltweite GSM-Funknetz aufbauen können.
Weiterhin brauchen Sie auf der Gegenseite der Übertragungstrecke einen Service-Provider, den Sie "anwählen" können und der dafür einen Remote-Access-Server bereitstellt. Mit der steigenden Bedeutung des größten weltweiten Netzwerks, dem Internet, ist auch die Zahl dieser Service-Provider entsprechend gewachsen.
Mir RNA entstehen Ihnen dieselben Telefonkosten wie für die Dauer eines Telefongesprächs, solange Sie die Verbindung aufrechthalten. Weiterhin verlangen manche Service-Provider Gebühren für die Nutzung Ihres Dienstes. Diese Gebühren können pauschal, zeit- oder lastabhängig sein.

Die Universität Regensburg bietet einen derartigen Remote-Access-Server, den alle Bediensten und Studentinnen/Studenten kostenlos nutzen können. Der Zugang ist nicht anonym, zum Verbindungsaufbau benötigen Sie dieselbe NDS-Kennung (NDS-Benutzername und Kennwort) wie für den Zugriff auf universitätsinterne Netzwerk-Ressourcen. Über diesen Zugang gelangen Sie zunächst zum universitätsinternen Datennetz ("Intranet") und darüber zum Internet.
Über den Remote-Access-Server der Universität Regensburg können Sie alle Netzwerkressourcen wie bei direkter Netzwerkverbindung nutzen, vorausgesetzt, der PC mit RNA verfügt über die entsprechende Netzwerkkonfiguration (Clients, Protokolle, Dienste) wie direkt an das Datennetz angeschlossene PCs.

Reine "Internet-Provider" bieten nur den Zugang zum Internet und nicht zu firmenspezifischen "Intranets". Darüber ist z.B. der Zugriff auf das WorlWideWeb (WWW) sowie Internet-eMail - die beiden wohl beliebtesten Internet-Dienste - möglich. In Regensburg bietet beispielsweise "Donau online" kostenlos einen derartigen Internet-Zugang über Modem/ISDN.

RNA wird aber auch für den Zugriff auf firmeninterne Netze bzw. Netzwerkserver benutzt. Ein Beispiel hierfür ist die Firma Teles (ISDN-Komponenten), die den Zugang zu Ihrem Support-Server nur über ISDN-RNA und nicht über das WWW abwickelt.

Installation

DFÜ (RNA) ist in Windows 95 besonders einfach, da für die meisten Fälle sämtliche Programm schon im System enthalten sind und Assistenten bei der Installation helfen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Installation (in der Reihenfolge einfach ... schwierig):

  1. Wenn Sie ausschließlich Zugang zu einem reinen Internet-Provider, der einen PPP-Zugang bereitstellt, wollen (z.B. AOL, Donau online, nicht jedoch T-online):
    Am einfachsten verwenden Sie dazu den in Windows 95 enthaltenen Internet-Explorer-Wizard. Wenn Sie noch nicht die aktuelle Version (3.0) installiert haben, müssen Sie vorher ein Upgrade vornehmen. Starten Sie in START > PROGRAMME > ZUEBEHÖR > INTERNET-PROGRAMME "Verbindung mit dem Internet" oder klicken Sie auf das Symbol "Internet" an Desktop, wenn der InternetExplorer noch nicht vorkonfiguriert ist. Folgende Sie dann einfach dem Assistenten.Eine Liste infrage kommender Provider und deren Daten wird direkt über die Telefonleitung abgefragt. Wenn Sie einen ISDN-Anschluß benutzen, müssen Sie die ISDN-Software (CAPI) vorher installieren.
    Hinweis: Wenn Sie unsere Windows 95 Installation mit vorkonfiguriertem Netzwerkunterbau (Symbol "Netzwerkumgebung" ist am Desktop vorhanden) einsetzen, müssen Sie bei der Installation "Verbindung über vorhandes Netzwerk" wählen. Achten Sie darauf, daß der "DFÜ-Netzwerkadapter" in der Netzwerkkonfiguration vorhanden ist!

  2. Installation mit dem DFÜ-Assistenten
    Diese Methode wird im folgenden beschrieben.

  3. Manuelle Installation des Netzwerkunterbaus und aller sonst benötigten Komponenten
    Diese Methode wir nur für Experten empfohlen. Weitere Informationen finden Sie unter
    Windows 95 - Netzwerkkonfiguration
     

Installation mit dem DFÜ-Assistenten

Wenn Sie einen ISDN-Adapter benutzen, installieren Sie als erstes die ISDN-Software
Installieren jetzt aber noch nicht die ISDN-Beschleunigersoftware und den Miniport-Treiber.

1. Die DFÜ-Komponenten überprüfen

Wenn Sie DFÜ noch nie benutzt haben, können Sie sich den folgenden Test sparen und die benötigten Komponenten gleich installieren (Punkt 2).
In unserer Windows 95 Installation mit W95INST gibt es eine Variante ("Neuinstallation auf Privat-PC"), die DFÜ zusammen mit dem richtigen Netzwerkunterbau komplett vorinstalliert. Sie können in diesem Fall gleich mit der DFÜ-Konfiguration beginnen (
Punkt 3)

Öffnen Sie in der Systemsteuerung (START > EINSTELLUNGEN > SYSTEMSTEUERUNG) das Objekt Netzwerk und sehen Sie nach, ob der "DFÜ-Adapter " schon existiert.

Wenn der "DFÜ-Adapter" in der Netzwerkumgebung fehlt, müssen Sie die DFÜ-Komponenten hinzufügen. Prüfen Sie aber auch sonst, wie unter Punkt 2 beschriebenen, die korrekte Installation der Option "DFÜ" im Windows-Setup.

2. DFÜ-Komponenten hinzufügen

Öffnen Sie mit START > EINSTELLUNGEN > SYSTEMSTEUERUNG die Systemsteuerung und starten Sie darin das Objekt "Software". Klicken Sie auf die Registierkarte "Windows-Setup".

Klicken Sie darin auf Verbindungen (wie in obigem Bild) und dann auf die Schaltfläche "Details"

Um DFÜ hinzuzufügen, aktivieren das zugehörige Feld (Häkchen muß erscheinen). Klicken Sie dann auf "OK". Wenn das Häkchen schon vorhanden war, der "DFÜ-Netzwerkadapter" in der Netzwerkumgebung aber fehlte, entfernen Sie das Häkchen, klicken Sie auf "OK" und fügen Sie es dann wieder zu. Damit korrigieren Sie eine eventuell fehlerhafte Installation. Klicken Sie weiter auf "OK", bis das Objekt "Software" geschlossen wird.
Es werden nun die benötigten Dateien kopiert. Wenn diese auf der Festplatte nicht vorhanden sind, benötigen Sie den (selben!) Quelldatenträger (z.B. CD) , von dem Sie Windows 95 installiert haben.

3. Netzwerkkonfiguration ergänzen

Wenn auf Ihrem Rechner Windows 95 mit unserer Installationsprozedur W95INST nach November 1996 eingerichtet/aktualsiert wurde, werden dabei für unsere Umgebung erforderlichen Netzwerkprotokolle, Clients und Dienste gleich mitinstalliert. Sie können dann gleich bei Punkt 4 fortfahren, außer Sie wollen noch Anpassungen an der Netzwerkkonfiguration vornehmen.

Wenn Ihre Windows-Installation schon älter ist, sollten Sie vorher die wichtigsten Systemupdates installieren. Prüfen Sie dazu die vorhandene Windows-Version, indem Sie das Objekt "System" in der Systemsteuerung (START > EINSTELLUNGEN > SYSTEMSTEUERUNG) öffnen. Unter System: Microsoft Windows 95 wird die Versionsnummer angezeigt. Wenn hier 4.00.950 steht (nicht 4.00.950a oder B), empfehlen wir Ihnen, das Service-Pack 1 nachzurüsten. Sie können es direkt über den Windows 95 Download-Bereich beziehen und dabei gleich installieren.
Im Notfall können Sie auch mit einer älteren Windows 95 Version die DFÜ-Verbindung aufbauen und später über WWW die Updates auf Ihren Rechner laden und installieren.

Öffnen Sie in der Systemsteuerung (START > EINSTELLUNGEN > SYSTEMSTEUERUNG) das Objekt Netzwerk:

Für den Zugriff auf sämtliche Ressourcen im Netzwerk der Universität Regensburg benötigen Sie - wie in obigem Bild gezeigt - folgenden Protokolle und Dienste:

  • Client für Microsoft-Netzwerke

  • Client für NetWare-Netzwerke

  • DFÜ-Adapter

  • IPX/SPX-kompatibles Protokoll -> DFÜ-Adapter

  • TCP/IP -> DFÜ-Adapter

  • Dienst für NDS (NetWare Directory Services)

  • Je nach Netzwerkkongifuration Ihres PCs können zusätzliche Netzwerkkomponenten installiert sein. Die obigen Angaben (Bild) sind als "Mindestangaben" zu verstehen. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie im Dokument "Windows 95 Netzwerkkonfiguration". Beachten Sie darin unbedingt die für DFÜ(RNA) notwendigen Einstellungen!

    Kurzanleitung (fügen Sie nur die Optionen zu, die noch nicht vorhanden sind!)

    • Hinzufügen > Client > Microsoft > Client für Microsoft-Netzwerke

    • Hinzufügen > Client > Microsoft > Client für NetWare-Netzwerke

    • Hinzufügen > Protokoll > Microsoft > IPX/SPX-kompatibles Protokoll

    • Hinzufügen > Protokoll > Microsoft > TCP/IP

    • Hinzufügen > Dienst > Microsoft > Dienst für NDS (NetWare Directors Services)
      Beachten Sie, daß dieser Dienst erst ab der
      Windows 95 Version 4.00.950B (OSR2) im System enthalten ist. Haben Sie eine ältere Version, müssen Sie ihn von "Diskette" installieren. Die benötigten Dateien können Sie über den Windows 95 Download-Bereich beziehen und den Dienst später, wenn die DFÜ-Konfiguration abgeschlossen ist, nachinstallieren. Sie brauchen diesen Dienst nicht zur Autorisierung am Remote-Access-Server und zum Zugriff auf das WWW, sondern nur zum Zugriff auf Novell-NetWare-Ressourcen!

    Wichtige Einstellungen:

    "Identifikation"

    • Als Computername muß bei Computern, die über das Rechenzentrum beschafft wurden, pcxxxx (xxxx = 4-stellige PC-Nummer, siehe Etikett) eingegeben werden.
      Bei allen anderen Computern verwenden Sie bitte standardmäßig pcext. Wenn Sie hier eine Kommunikation mit Microsoft/UNIX-Samba-Objekten, z.B. mit dem WWW-Server der Universität Regensburg wünschen, muß der Computername in unserem Netzwerk eindeutig sein. Verwenden Sie dann einen zufälligen Namen, jedoch nicht pc0000-pc9999.

    • Bei der Arbeitsgruppe sollten Bedienstete die Arbeitsgruppe Ihres Bereichs, StudentInnen die Bezeichnung STUD wählen.

    • Im Feld Beschreibung geben Sie bitte Ihren Vor und Nachnamen an.

     "Konfiguration" > TCP/IP, DNS-Konfiguration

    • Unter Host geben Sie bitte dieselbe Bezeichnung wie für den Computernamen an.

    • Unter Domäne geben Sie für den Zugang zum Access-Server der Universität Regensburg uni-regensburg.de ein.

    • DNS-Servereinträge sind an dieser Stelle für RNA nicht erforderlich (ignorieren Sie die Angaben im Bild), provider-spezifische Angaben werden bei den "Eigenschaften" der jeweiligen DFÜ-Verbindung konfiguriert.

    Konfiguration > IPX/SPX-kompatibles Protokoll, Bindungen

    • Entfernen Sie für den Zugang zum Access-Server der Universität Regensburg die Bindung von IPX/SPX an Client für Microsoft-Netzwerke.

    Wenn Sie einen ISDN-Adapter mit CAPI-Software benutzen, die das Microsoft ISDN-Accelerator-Pack 1.1 unterstützt, können Sie jetzt dieses Beschleunigerpaket installieren. Gehen Sie dazu nach Anweisung des Herstellers vor. Bei Teles ist folgendes zu tun:
    1. Starten Sie im Teles-Verzeichnis (default C:\TELES) das Programm MSISDN11.EXE. Ein Neustart wird eingeleitet.
    2. Fügen Sie in der Netzwerkumgebung (siehe oben) unter "Konfiguration" die Netzwerkkarte "TELES.ISDN WAN-NDIS-Miniport" (nur diese!) des Herstellers Teles zu. Ein Neustart wird eingeleitet .

    Die Netzwerkkonfiguration für ISDN (Miniport-Treiber) sieht damit folgendermaßen aus:

    4. DFÜ konfigurieren

    Wenn Sie mit einem ISDN-Adpater arbeiten oder ein Modem schon installiert ist, entfällt die Modem-Konfiguration. Der Assistent zeigt Ihnen dann gleich den Dialog "Neue Verbindung erstellen".
    Schließen Sie ansonsten das Modem an (Telefonleitung und serielle Schnittstelle am Rechner) und schalten Sie es ein.

    4a. Modem installieren

      Wählen Sie "Modem installieren"

      Klicken Sie auf "Weiter >" (automatische Erkennung)

      Es dauert eine Weile....

    Wenn der Modemtyp nicht erkannt wurde, erscheint "Standard-Modem". Sie sollten dann einen Modemvergleichstyp auswählen: Klicken Sie dazu auf "Ändern".

    Suchen Sie in der Liste, erst unter Hersteller, dann bei den Modellen nach einem ähnlichen Typ. Im vorliegenden Fall wurde ein US-Robotics (Ger) Sportster 28800 extern angeschlossen. Der Vergleichstyp ist in obigem Bild zu sehen.
    Wenn der Modemhersteller eine Windows 95 INF-Datei für sein Modem auf Diskette mitliefert, können Sie "Diskette" wählen. Starten Sie aber kein SETUP-Programme etc. von Diskette!
    Wenn Sie keinen Modemvergleichtyp wissen und keine INF-Datei haben, stellen Sie "Standardmodem" der passenden Geschwindigkeitsklasse (z.B. 28800) ein.
    Klicken Sie auf "OK", wenn Sie das Modem gewählt haben.

     

    Klicken Sie auf "Weiter >"

     

    ... und nochmals auf "Weiter >".

    4b. Neue Verbindung erstellen

    DFÜ-Netzwerk ist nun konfiguriert. Der DFÜ-Assitent ermöglicht Ihnen nun gleich, die erste ("neue") Verbindung zu erstellen. Weitere Verbindugnen (zu anderen Dienstleistungsanbietern können Sie später jederzeit hinzufügen, indem Sie im Explorer unter "DFÜ-Netzwerk" auf das Objekt "Neue Verbindung" doppelklicken.
    In "Verbindung erstellen" werden die Verbindungsart und die grundlegenden Kommunikationseigenschaften definiert. Weitere providerspezifsichen Angaben wie DNS-Server, Kommunikationsprotokoll usw. können hinterher in den "Eigenschaften" der erstellten Verbindung angegeben werden, sofern die Default-Werte nicht genügen.

    Zunächst müssen Sie einen Namen für die Verbindung (den angewählten Computer) wählen. Dies wird hinterher der Objekt(=Datei-)name für diese Verbindung. In diesem Beispile wird die Default-Angabe "Benutzerdefinierte Verbindung" mit "Uni Regensburg" überschrieben.
    Weiterhin müssen Sie ein Modem wählen. Im Beispiel wurde vorher das "Sportster 28800" konfiguriert.

    Wenn Sie eine ISDN-Adapter benutzen, müssen Sie hier das über die ISDN-Software bereitgestellte "ISDN-Modem" wählen. Wenn die Software Miniport-Treiber installiert hat (Teles), können Sie hier direkt einen der ISDN-B-Kanäle für den Transport wählen. Bei Teles können Sie "TELES MINIPORT - 1.B Kanal oder 2.B-Kanal wählen. Welchen Kanal Sie verwenden, richtet sich nach Ihrer ISDN-Telefonanlage. In der Regel können Sie den 1.B Kanal verwenden.

    Klicken Sie, wenn Sie das Modem gewählt haben, auf "Konfigurieren..." Die folgenden Abbildungen zeigen Ihnen die Konfigurationsmöglichkeiten für "echte" Modems. Für ISDN-"Modems" können Sie nur die maximale Geschwindigkeit einstellen (ohne Abbildung). Die Voreinstellung "64k Daten" ist in den meisten Fällen günstig, es ist also nichts zu konfigurieren.

    Unter "Allgemein" sollten Sie bei "Maximale Geschwindigkeit" den höchsten Wert, den Ihr Rechner und Ihr Modem verträgt, einstellen. Bei Rechners mit 16550-UART und V34-Modems ist dies in der Regel 115200-Baud.

    Unter "Einstellungen" brauchen Sie bei den Verbindungseinstellungen in der Regel nichts zu verändern, da fast alle DFÜ-Partner mit den vorgegebenen Grundeinstellungen (siehe Bild oben) arbeiten.Wenn das Modem an eine Telefonnebenstellenanalage angeschlossen ist, die keinen Amts-Wählton abgibt, müssen Sie den Punkt "Vor dem Wählen auf Freizeichen warten" deaktivieren (Häkchen wegnehmen).

     

    Unter "Anschlußeinstellungen" sehen Sie die FIFO-Einstellungen für den 16550-UART. Diese Einstellungen brauchen Sie nicht zu verändern. Wenn Ihr Rechner über keinen 166550-UART verfügt (dieser kann 16 Bytes puffern), ist das Häkchen "FIFO-Puffer verwenden" von der Windows 95 Hardwareerkennung automatisch entfernt.

     

    Unter "Erweiterte Einstellungen" sehen Sie weitere Modem-Konfigurationsmöglichkeiten. In der Regel können Sie die vorgegebenen Gundeinstellungen belassen. Wichtig ist vor allem die Datenflußkontrolle (Standard ist Hardware-Handshake über RTS/CTS), die für den Geschwindigkeitsausgleich Modem/Rechner sorgt.

     

    Nachdem Sie Ihr Modem konfiguriert haben, führt Sie der DFÜ-Assistent zum Ausgangspunkt von "Neue Verbindung erstellen" zurück. Sie sehen in obigem Bild den vorher gewählten Namen für die "neue Verbindung", im Beispiel "Uni Regensburg".

    Die folgenden Daten werden für Modems und ISDN-Miniport-Treiber benötigt.

     

    Hier müssen Sie die Rufnummer des DFÜ-Partners eingeben. Geben Sie unbedingt auch die Ortsnetzkennzahl und die Landeskennzahl richtig ein. In obigem Beispielbild sind die Daten für den Remote-Access-Server der Universität Regensburg gewählt.

     

    Endlich haben Sie es geschaftt, die neue Verbindung ist (fast) fertig konfiguriert. Sie finden das neu erstellte Objekt (im Beispiel "Uni-Regensburg") unter DFÜ-Netzwerk im Arbeitsplatz auf dem Desktop oder unter DFÜ-Netzwerk im Explorer, wie nachfolgendes Bild zeigt.

    4c. Netzwerkparameter für eine DFÜ-Verbindung einstellen

    Zum Abschluß müssen Sie noch die (providerspezifischen) Netzwerkparameter für die DFÜ-Verbindung konfigurieren. Für den Zugang zum Remote-Access-Server der Universität Regensburg finden Sie diese Daten im Dokument "Verbindungsparameter". Die folgenden Beispiele zeigen, wo und wie diese Daten eingetragen werden.

    Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das zu konfigurierende DFÜ-Objekt, im Beispiel "Uni-Regensburg" und wählen Sie im Kontextmenü den Punkt "Eigenschaften"

    Unter "Allgemein" finden Sie die bereits konfigurierten Daten wie Telefonnumer und Verbindung über... Sie könnten an dieser Stelle die Rufnummer des DFÜ-Partners ändern.

    Bei einer Verbindung über ISDN-Miniport-Treiber (z.B. Teles) muß im Feld "Verbinden über:" der gewünschte ISDN-Miniport-Treiber (bei Teles: TELES MINIPORT - 1.B Kanal oder 2.B-Kanal) stehen (keine Modemangabe!).
    Obiges Bild ist - wenn Sie die Microsoft-ISDN-Beschleunigersoftware installiert haben - um folgenden Dialog erweitert:

    Unter "Einstellungen" können Sie - wenn Ihr Provider dies zuläßt (nicht beim Access Server der Uni Regensburg) - ISDN-Kanalbündelung aktivieren, indem Sie einen weiteren B-Kanal für die Datenübertragung hinzufügen.

      Klicken Sie als nächstes auf die Registrierkarte "Servertypen":

     

    Obiges Bild zeigt die Voreinstellungen.

    Bei "Typ des DFÜ-Servers" ist PPP für den Zugang zum Remote-Access-Server der Universität Regensburg wie auch für die meisten Internet-Provider richtig.

    Das Feld "Am Netzwerk anmelden" ist standardmäßig aktiviert und bedeutet folgendes: Wenn der Remote Netzwerkzugang hergestellt ist, wird Windows 95 eine Netzwerkanmeldung wie in der Windows 95 Netzwerkkonfiguration unter Punkt "Primäre Netzwerkanmeldung" angegeben mit dem Benutzernamen und Kennwort, das Sie bei der Windows-Anmeldung eingegeben haben, versuchen. Funktioniert diese Anmeldung nicht, erscheint die Netzwerkanmeldedialogbox und Sie können die Anmeldedaten korrigieren.
    Für den Zugang zu reinen Internet-Providern gibt es keine "Netzwerkanmeldung", das Häkchen kann hier entfernt werden.

    Tip für die automatische Anmeldung an das Novell-NetWare-NDS-System der Universität Regensburg:
    Wenn Sie als Windows-Anmeldename und Paßwort Ihre NDS-Daten (Anmeldename = 8-stelliger NDS-Kurzname) verwenden, in den Eigenschaften des NDS-Dienstes in der Netzwerkumgebung Ihr Kontext richtig eingetragen ist, als primäre Netzwerkanmeldung in der Netzwerkumgebung "Novell-NetWare" eingetragen ist und das Feld "Am Netzwerk anmelden" in den DFÜ-Eigenschaften aktiviert ist, werden Sie nach der RNA-Autorisierung ohne weitere Fragen an das Novell-NDS-System angemeldet.

     

    Die "zulässigen Netzwerkprotokolle" sind als Maximalangabe zu verstehen. Um die jeweiligen Protokolle wirklich nutzen zu können, müssen diese auch in der Windows 95 Netzwerkkonfiguration enthalten sein. Für den Zugang zum Remote-Access-Server der Universität Regensburg brauchen Sie, um alle dort verfügbaren Dienste nutzen zu können, nur die die Protokolle TCP/IP und IPX. Sie könnten also NetBEUI entfernen (Häkchen wegnehmen). Für den Zugang zu reinen "Internet-Providern" brauchen Sie nur das Prokoll TCP/IP.

    Klicken Sie jetzt auf die Schaltfläche "TCP/IP-Einstellungen".

    Für den Zugang zum Remote-Access-Server der Universität Regensburg brauchen Sie hier keine Änderungen gegenüber den gezeigten Voreinstellungen vornehmen, weil alle Daten automatisch bereistgestellt werden. In andernen Fällen müssen Sie hier häufig den DNS-Servers des jeweiligen Providers spezifizieren.

    Klicken Sie nun auf die Registrierkarte "Skript":

     

    Für den Zugang zum Remote-Access-Server der Universität Regensburg benötigen Sie kein Skript. Ein Provider, der für seinen Zugang ein derartiges Skript benötigt (z.B. CompuServe) , stellt dies in der Regel als Datei bereit. Diese Datei können Sie hier angeben.

       

    Nutzung

    Am Beispiel des Zugangs zum Remote-Access-Server der Universität Regensburg wird hier die praktische Nutzung von DFÜ (RNA) unter Windows 95 beschrieben. Alle benötigten Kenndaten sind im Dokument "Verbindungsparameter" ausführlich beschrieben.

    Die folgende Abbildung zeigt Ihnen die prinzipiell Anordnung der Geräte sowie den Datenstrom (rot = Autorisierung, blau = Netzwerkanmeldung, Netzwerkzugriff) in Netzwerk.

    Zugang zu Dienst ... Erforderliche Autorisierung...
    Universitätsdatennetz RAS-Autorisierung (NDS Name relativ zum Kontext uni-regensburg.de, z.B. abc04567.rz oder xyz12345.5.stud und zugehöriges NDS-Kennwort)
    - zur Nutzung weiterer Dienste in jedem Fall erforderlich -
    Internet, WWW frei
    Novell-NetWare-NDS-Ressourcen, auch Pegasus Mail (nicht POP3-Modus) Novell-NetWare NDS-Anmeldung (über IPX) , wie bei direkter PC-Netzwerkverbindung
    Unix/Microsoft (Win95/NT)-Server Maschinen bzw. Share-Anmeldung (über TCP/IP), wie bei direkter PC-Netzwerkverbindung
    POP3-Mail POP3-Mailserver-Anmeldung (über TCP/IP), wie bei direkter PC-Netzwerkverbindung

    Um den RNA-Zugang herzustellen, klicken Sie auf das gewünschte Objekt (z.B. "Uni-Regensburg" ) im Ornder DFÜ-Netzwerk. Es ist praktisch, sich für häufig benötigte Verbindungen ein Symbol am Desktop zu erstellen. Ziehen Sie dazu einfach das gewüschte DFÜ-Objekt aus dem Ornder "DFÜ-Netzwerk" auf den Desktop und lassen Sie sich dort eine Verknüpfung (Link) erstellen. In Zukunft können Sie dann einfach auf dieses Symbol am Desktop klicken, um die Verbindung aufzubauen.

    In den Feldern "Benutzername" und "Kennwort" müssen Sie die RAS-Autorisierungdaten angeben (bei uns NDS-Name relativ zum Kontext uni-regensburg.de, z.B. abc04567.rz oder xyz12345.5.stud und zugehöriges NDS-Kennwort). Das Feld "Kennwort speichern" ist in obigem Bild grau hinterlegt (nicht aktivierbar). Dies ist nur dann möglich (und empfohlen), wenn Sie für den Windows 95 Start eine Namen und ein Kennwort angegeben haben und diese (lokale) Anmeldung nicht abgebrochen haben. Bezüglich der Wahl des lokalen Windows 95 Anmeldenamens beachten Sie bitte die Hinweise weiter oben.

    Im Feld "Rufnummer" können Sie nochmals die richtige Rufnummer (mit Vorwahl und ggfls. erforderlichen Amts-Ziffern bei Nebenstellenanlagen) verifizieren. Klicken Sie dann auf "Verbinden"

    Sofern in Ihrem PC außer DFÜ-Netzwerk (RNA) auch noch eine "echte" Netzwerkverbindung (z.B. über Ethernet-Netzwerkkarte) installiert ist, erhalten Sie jetzt eine Meldung (ohne Abbildung), daß Ihre primäre Netzwerkverbindung getrennt wird.

    Achtung!
    Wenn Sie in diesem Fall als primäre Anmeldung Novell-NetWare (über IPX) gewählt haben, wird die IPX Verbindung dann über RNA abgewickelt. TCP/IP-Verbindungen werden jedoch weiterhin über die "echte" Netzwerkkkarte abgewickelt, solange darüber eine Verbindung möglich ist. Die Umschaltung des "nicht primären" Netzwerks" erfolgt automatisch, welches Netzwerk gerade funktionsfähig ist.Bei TCP/IP kann dies zu sehr langen Timeout-Zeiten führen.
    Zu Lösung des Problems sollten Sie in diesem (Sonder-)Fall in Windows 95 zwei Hardwareprofile vorsehen, eines mit aktivierter und eines mit deaktivierter "echter" Netzwerkkarte.

    Nach Klick auf "Vebinden" erscheint... (bei Modems "tütelt" es)

    Jetzt kommt die RAS-Autorisierung (dies dauert nur kurze Zeit)...

    und zum Schluß, wenn "am Netzwerk anmelden" in den DFÜ-Eigenschaften aktiviert war, die Netzwerkanmeldung an die in Windows 95 eingestellte "primäre Netzwerkverbindung" (bei uns Novell-NetWare).

    Die Anmeldung an Novell-NetWare kann einige Zeit in Anspruch nehmen, speziell wenn Sie die Abarbeitung von Anmeledeskripten in der Windows 95 Netzwerkkonfiguration aktiviert haben .

    Falls die "primäre" Netzwerkanmeldung nicht automatisch vorgenommen werden kann, erschint der übliche Netzwerkanmeldedialog, wie folgendes Bild zeigt.

    Sie können hier unter "Erweitert" auch Ihren NDS-Kontext ändern, wenn dieser nicht stimmt oder den Anmeldemodus Binder/NDS einstellen (bei uns: NDS erforderlich). Wenn Sie diese Netzwerkanmeldung abbrechen, hat das dieselbe Folge wie bei direktt an das Netzwerk angeschlossenen PCs: Sie können keine Novell-NDS-Ressourcen nutzen, TCP/IP-Dienste funktiornieren jedoch.

    Ist alles ok, erscheint...

    Beachten Sie die "Uhr" (Dauer der Verbindung), die Sie an Ihre Telefonkosten erinnert!
    Erst wenn Sie auf "Trennen" klicken, wird Ihre Verbindung abgebaut. In unserem Fall wird die Verbindung auch dann getrennt, wenn Sie länger als 15 Minuten die Verbindung nicht nutzen. Sie bekommen dann aber eine Meldung für ein "Reconnect".

    Unter "Details" sehen Sie, welche Protokolle über die PPP-Verbindung laufen.

    Bei ISDN-Verbindungen über Miniport-Treiber werden hier noch weitere Details angezeigt.

       

    Zubehör und Praktische Tips

    Shiva Secure-Pack für den RAS-Zugang der Universität Regensburg

    Das Shiva-Secure-Pack für Windows 95 funktioniert bei unserer Anlage zwar nicht in allen Punkten, die Nachrichtenübermittlungsmöglichkeit von der Shiva-Konsole zum RNA-Client ist jedoch gegeben. Damit können Sie z.B. über eine "Popup"-Nachricht informiert werden, wenn eine bestehende RNA-Verbindung demnächst wegen Wartungsarbeiten etc. serverseitig beendet werden muß.

    Dieses Paket können Sie über den Windows 95 Download-Bereich auf Ihren Rechner laden. Es stellt eine Erweiterung der in Windows 95 standardmäßig schon vorhandenen Shiva-Unterstützung dar und wird dementsprechend als Zubehörkomponente im Windows 95 Setup installiert.

    Wählen Sie nach Herunterladen und Entpacken der Software in der SYSTEMSTEUERUNG das Objekt SOFTWARE, darin "Windows-Setup" und klicken Sie dann auf die Schaltfläche "Diskette". Geben Sie hier als Pfad C:\WINDOWS\OPTIONS\CABS an (dorthin wurden die Dateien ausgepackt). Dort wird die Installationsdatei SPAPPACK.INF gefunden. Nach Klick auf "OK" erscheint das neue Zubehörteil und sie müssen - wie üblich - zur Installation noch ein Häkchen in das (noch) leere Feld setzten. Zum Schluß wird ein Neustart des Rechners eingeleitet. Die Deinstallation dieses Paketes erfolgt ordnungsgemäß über das "Windows-Setup" (Häkchen herausnhemen!) in der Systemsteuerung.

    Internet-Explorer

    Der Internet-Explorer (Version 3.0) von Windows 95 gestattet einen automatischen Aufbau einer DFÜ-Verbindung, wenn Sie auf das Symbol "Internet" am Desktop klicken. Auch ist hier ein automatischer Abbau der Verbindung nach einer vorgewählten Zeit möglich, um Telefonkosten zu sparen

    Wählen Sie dazu "Eigenschaften von Internet" und stellen Sie die gewünschten Daten - wie in nachfolgender Abbildung gezeigt - ein.

     


    Wolfram Oestreicher, 10.2.1997