Windows 95 System-Updates

Seit der ersten Version von Windows 95 (4.000.950) im August 1995 sind verschiedene Systemupdates (Service-Packs) erschienen, die zum einen der Fehlerbehebung und zum anderen der Leistungserweiterung des Systems und der Unterstützung von neuer Hardware dienen.

Chronologische Übersicht

August 1995 (24.8.95, 09:50) Erstversion 4.00.950
November 1995 Korrektur UPDATE.EXE (zu SR1)
Dezember 1995 (31.12.95, 09:50) Updateversion 4.00.950a (OSR 1)
September1996 (5.9.1996, 11:11) Updateversion 4.00.950B (OSR2)

Die Versionsnummer von Windows 95 finden Sie unter "Eigenschaften" des "Arbeitsplatzes". Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das Symbol "Arbeitsplatz" am Desktop und wählen Sie dann "Eigenschaften" im Kontextmenü.

Bei den "großen" Systemupdates (Tabelle oben) wird von Microsoft Windows 95 jeweils neu gepackt (CAB-Dateien) harausgegeben. Die Systemdateien haben dann das in der Tabelle aufgeführte Datum. Zwischen den "großen" Systemupdates gab/gibt es kleinere Updates zur Fehlerbehebung, die bei genügender Anzahl wieder zu einem größere Update (bisher einmal, UPDATE.EXE in obiger Tabelle) zusammengepackt werden.
Um ein "großes" Systemupdate durchzuführen, müssen Sie Windows 95 reinstallieren (Update-Modus). Sie sollten dazu unsere Installationsprozedur W95INST mit der Option "U" verwenden. W95INST installiert immer den jeweils aktuellen Updatestand von Windows 95. Die "kleineren" Systemupdates installiert man einfach durch Aufruf der zugehörigen EXE-Dateien.

Bitte beachten Sie:

Das Windows 95-Installationsprogramm versucht, wenn Sie "Update" wählen (dabei wird die vorherige Windows-Installation nicht gelöscht), alle vorherigen System- und Benutzereinstellungen zu erhalten, damit Sie Ihre Programme nicht reinstallieren müssen und Ihre persönlichen Einstellungen erhalten bleiben.
Je nach Vorzustand Ihre Rechners kann es dabei jedoch zu Problemen kommen:
Speziell bei Rechnern mit System-BIOS-Problemen (z.B. AcerPower/LC) ist nach dem Update zwar das System korrekt installiert, Plug&Play-Hardware aber nicht richtig initialisiert (Ressourcen-Zuordnungsfehler). Wir geben Ihnen
hier demnächst Tips, wie Sie solche Probleme am schnellsten beseitigen können. Im Normalfall müssen Sie das System dazu aber keinesfalls erneut installieren bzw. sogar den Vorzustand löschen ("Neuinstallation", auch Programme müssen neu installiert werden).
Wenn bei einem Systemupdate eine Revisionsänderung von Windows 95 erfolgt (z.B. wenn Sie vorher Version 4.00.950A installiert hatten), sollten Sie niemals die Registierdatenbank des vorherigen Zustandes manuell in das neue System überführen (kopieren), weil die Hardware- und Systemeinträge sich bei einem Update verändern können.

Noch ein Tip: Ändern Sie nie ein System, das gut funktioniert!

Wann müssen Sie eine Systemupdate installieren?

  • Wenn Ihr System soweit verändert/zerstört ist, daß Programme nicht mehr funktionieren (Programmfehler zuerst überprüfen und Programme ggfls. reinstallieren!)) oder Systemkomponenten nicht mehr funktionieren und sich das Problem mit den Windows-internen Hilfemaßnahmen nicht beseitigen läßt. Bei scheren Fehler ist unter Umständen sogar eine Neuinstallation erforderlich, wobei Sie dann anschließend auch Ihre Programme neu installieren müssen.
  • Wenn sich Systemfehler bemerkbar machen, die Sie nicht durch die Windows-internen Reparaturmaßnahmen beseitigen können.
  • Wenn Sie auf einen "Bug" stoßen, der in einem älteren System-Release enthalten ist.
  • Wenn Sie Systemeigenschaften nutzen wollen, die in Ihrer älteren System-Version noch nicht vorhanden sind.

Wenn Sie noch die Erstversion 4.000.950 installiert habe, sollten Sie auf jeden Fall mindestens das Update zu 4.000.950a durchführen, um die teilweise gravierenden Fehler der Ertstversion zu beseitigen.
Das (schon veraltetet) Update zu 4.000.950a ist auf unserem Softwaresevrer SATURN1 im Ordner \SYSTEMSW\WIN95\UPDATES\TO4950A bereitgestellt. Führen Sie dazu die Datei UPDATE.EXE aus. Führen Sie dieses Update nicht aus, wenn Sie schon die Version 4.000.950a installiert haben. Führen Sie dieses (ältere) Update auf keinen Fall aus, wenn Sie schon die Version 4.000.950B installiert haben.


Systemzusätze für alle Windows 95 Versionen

Für den Betrieb von Windows 95 in unserer Umgebung (Novell-NetWare NDS System und damit verbundene Programme) benötigen Sie folgende Zusätze, die nicht von Microsoft (in Windows 95) geliefert werden.

  • NetWare-APIs
    Zur Herstellung der Kompatibilität mit dem unter Windows 3.11 üblichen Novell-NetWare Client VLM 1.20b dienen folgende sechs Dateien von Typ DLL: NWCALLS.DLL, NWGDI.DLL, NWIPXSPX.DLL, NWLOCALE.DLL, NWNET.DLL, NWPSRV.DLL. Diese Dateien müssen in das Windows 95 Systemverzeichnis (in der Regel C:\WINDOWS\SYSTEM) kopiert werden. Sie finden diese Dateien in \SYSTEMSW\WIN95\UPDATES\NWDLLS.
    Technische Information: Mit diesen DLLa werden die 16-bit APIs für Novell-NetWare bereitgestellt, für den Microsoft-Client für Novell-Netzwerke gibt es momentan keine 32 bit APIs, obwohl der Client (und das IPX/SPX-Protokoll) selbst ein 32 bit Treiber ist. Sie benötigen diese DLLs (nur) für NetWare-Tools und NetWare-spezifiache Programme wie Pegasus Mail, nicht jedoch für den Zugriff auf NetWare-Ressourcen (Platten, Drucker).
     
  • häufig benötigte System-DLLs
    In unserer Windows 95 Standardinstallation haben wir die von vielen 16-bit Programmen benötigten System-DLLs CTL3D.DLL, CTL3DV2.DLL und BWCC.DLL hinzugefügt. Diese Dateien müssen in das Windows 95 Systemverzeichnis (in der Regel C:\WINDOWS\SYSTEM) kopiert werden. Sie finden diese Dateien in \SYSTEMSW\WIN95\UPDATES\CTL3D. Sie brauchen diese DLLs z.B. für Pegasus Mail.

Windows 95 Version 4.00.950B (OSR2)  

Dieses OEM-Service-Release 2 von Windows 95 ist, wie der Name schon sagt, zur Zeit nur als OEM-Version (gebündelt mit PCs von OEMs = Original Eqipment Manufacturers) erhältlich. Auf unseren den PCs des Fabrikats Acer und Hewlett Packard sowie den Notebooks von Compaq und Acer wird dieses Release von Herstellern geliefert und unterstützt.

Sie erkennen diese Version in "Eigenschaften" des "Arbeitsplatzes" von Windows 95, wie obige verkleinerte Abbildung zeigt. Unter der Zeile "Registierte für" stehen Ihr Name/Adresse und Ihre Registierungsnummer.

Ein weiteres Erkennungsmerkmal dieser Version ist Datum und Uhrzeit der Systemdateien bzw. der CAB-Dateien, über die das System installiert wurde: 5.9.1996, 11:11 (deutsche Version 4.00.950B).

Zur Zeit bietet Microsoft kein Nicht-OEM-Update für die ältere Versionen 4.00.950 an.


Was ist neu im OSR2 von Windows 95 ?

  • Es ist immer noch Windows 95!
    Die Kernel-Dateien sind unverändert, nur Details sind verbessert und aktuelle Hardware wird unterstützt.
  • FAT32-Dateisystem

    Das neue Dateisystem spart bei großen Festplatten (>512 MB) Platz durch kleinere Cluster. Bei einer 1.2GB Festplatte ist mit FAT16 die Clustergröße 32 KByte, unter FAT 32 nur noch 4 KByte. Auch werden mit FAT32 große Festplatten über 2 GB in einer Partition unterstützt.

    Doch es sind beim Einsatz von FAT32 einige Punkte zu beachten:

    Nicht alle Programme sind mit FAT32 verträglich. Speziell ältere hardwarenahe Progrogramme kennen dieses Dateisysteme nicht und können damit angefangen von unerklärlichen Fehlermeldungen bis hin zu schweren Datenvellusten verurachen. Wenn Sie FAT32 einsetzen wollen, sollten Sie unter allen Umständen auf solche Programme wie Diskutilitites (Norton), Festplattenoptimierer usw.verzichten und nur die äqivalenten systeminternen Tools benutzen. Mit den 32 bit Windows 95 Programmen gibt es in keinem Fall Probleme. Auf FAT32-Partitionen können Sie nicht mit älteren Systemen (MS-DOS 6.22, ältere Windows 95-Releases) zugreifen, nur mit Windows 95 selbst und der neuen Windows95 Bootdiskette.
    FAT32 ist optional zu FAT16 verfügbar und wird alleine bei der Festplattenpartitionierung (FDISK von Windows 95 OSR2) festgelegt. Man kann also auch mit dem bisherigen FAT16-System und großer Clustergröße (großer Verschnitt) zugunsten der Kompatibilität "weiterleben". Aus diesen Kompatibilitätsgründen wird bei uns zur Zeit bei uns nur FAT16 vorinstalliert. Wenn Sie FAT32 benutzen wollen, müssen Sie die Festplatte neu partitionieren und dann das das System reinstallieren.
    Die FAT32-Untersützung von OSR2 verursacht noch eine Konsequenz: Multi-Boot in einer Partition (z.B. Windows 95 und Windows 3.11) wird nicht mehr unterstützt! Offiziell wird damit Windows 95 nur als einziges System auf der gesamten Festplatte unterstützt, moderne Bootmanager haben jedoch keine Probleme mit zuätzlichen anderen Betriebssystemen in zuätzlichen (primären) Paritionen, welche Windows 95 nicht "sieht"

  • Unterstützung aktueller Hardware

    • 32 bit PCMCIA-Unterstützung (PcCard32, CardBus, 3,3V-Technik, Multifunktionskarten)

    • Unterstützung für PCI-Bridges und PCI-Docking (Notebooks)

    • IRQ-Sharing (erfordert geeignete Treiber)

    • PowerManagement APM 1.2 (IDE-Platten spin-down, "wake on ring", Batteriewechsel usw.). Neue Batterieanzeige.

    • verbessertes CD-Filesystem, Untersützung für CDIs und MacCD (treiberabhängig) sowie von zukünftigen CDs mit einer Kapazizät > 4 GB.

    • Unterstützung der neuen 120 MB Floppy Disk Laufwerke, auch in Real-Mode Umgebung (Nur DOS). Alle Zubehörprograsmme (Formatieren etc.) unterstützen dieses Format.

  • Verbesserte Multimedia Unterstüzung

    Active Movie und die DirectX-II-Technolgie (mit Direct-3D) sind enthalten. Mit dem Active Movie-Player können Sie die Videoformate MPEG (Dateien und Video-CDs) sowie Apple-QuickTime (QT und MOV) ohne weitere Zuätze wiedergeben. Weiterhin wird das Indeo4-komprimierte AVI-Format unterstützt.
    MCI-Unterstützung für 16 bit und 32 bit Applikationen.
    Die neueren Bildschimrtreiber im OSR2 (z.B. ATI mach64, Cirrus 7548, S3 Trio64) sind Direct-Video-Treiber, damit ist ruckelfreie MPEG-Widergabe auf Pentium-Rechnern möglich. Die Leistung des Active-Movie-Players entspricht etwa dem des ATI-MPEG-Players (Version 2.23).
    MPEG-Softwaredekoder wie XING-MPEG-Player und Quicktime-Viewer sind damit überflüssig.
    Die 3D-Technologie wird z.B. von den neuen ATI-Grafiktreibern Versiuon 3.0 bereits ausgenutzt.

  • Verbessertes Zubehör und verbesserte Einstellmöglichkeiten

    • Neues Bildschirm-Eigenschaften Panel
      integriertes "QickRes" (schnelle Umschaltung des Bildformats - Auflösung und Farbtiefe - in der Taskleiste), Einstellung der Ablenkfrequenzen bei neuere Bildschimrtreibern (wie bereits früher durch Treiberzusätze der Videochip-Hersteller),

    • RAS (DFÜ)-Verbesserungen
      drag&drop von RAS-"Connections" aus den Desktop und in eMails, Vorbereitung für ISDN-Miniport-Treiber mit Kanalbündelung, vxd-CAPI, ISDN-Fax usw. (erfordert zusätzliche Software des Kartenherstellers). Neue RAS-Anzeige in der Taskleiste.

    • MSN-Client-Software 1.2 Update

    • DriveSpace 3 aus Microsoft Plus!
      nicht geeignet für FAT32-Partitionen. Wir raten von der Verwendung ab!

    • Internet-Explorer Version 3.0 mit Internet-Mail und Internet News
      Der IE 3.0 beherrscht nun z.B. HTML 3.2, Frames, JAVA, Active-X und Sicherheitstechnologieen und ist damit vergleichbar zu Netscape 3.0. Gegenüber Netscape 3.0 besitzt er den Vorteil der besseren Systemintegration, z.B. wird die Registry für alle Dateitypen ausgewertet, separate "Viewer" sind überfüssig und müssen vor allem nicht extra eingestellt werden. Unter IE ist die Bearbeitung von HTML-Dokumenten z.B. mit den kostenfreien Word/Excel-Zusätzen direkt möglich. In Office 97 wird diese Integration noch wesentlich vollständiger sein.

  • Neues Zubehör

    • Microsoft NetMeeting
      Telefonieren, Chatten und Daten übertragen in Echtzeit über Internet oder lokales Netz (Intranet). Erfordert Soundkarte, Mikrofon und Lautsprecher.

    • Wang Imaging-Software
      Scannen (erfordert Scanner) und Bearbeiten von Bildern, zugleich Betrachter/Grafikfilter für das Dateiformat TIF

    • Windows Management Infrastruktur (WMI)
      In der Registry können sämtliche Daten über die Comnputer-Konfiguration gesammelt und einem DMI-Service übergeben werden. Diese optionale Komponente ist nicht über das System-Setup in der Systemsteuerung (de)aktivierbar und nur zur Verwendnung für den Systemadministrator bestimmt.

  • Scandisk nach fehlerhaftem "Shutdown"
    Dieses Feature ist in Windows NT schon immer enthalten. Die Einstellung, wie Scandisk sich verhält, ist in MSDOS.SYS vermerkt:

    • AutoScan=0 schaltet dieses Feature ab.

    • Autoscan=1 schaltet es ein und stellt Benutzerfragen.

    • Autoscan=2 schaltet es ein und stellt keine Rückfragen.

  • Alle Updates des OSR1 (4.00.950A) und fast alle Nachträge (Korrekturen nach 4.00.950a) sind auch im OSR2 enthalten
    Wir haben festgestellt, daß das MAPI-Internet-Mail-Service Update (zwischen OSR1 und OSR2 erschienen) im OSR2 nicht enthalten ist und deshalb InetMail in Exchange ohne das Update nicht funktioniert. Das ISDN-Beschleuniger-Paket ist im OSR2 nicht enthalten und muß - wie bisher- zusammen mit dem aktualisierten Treibersatz des ISDN-Hardwareherstellers eingerichtet werden.
    Im OSR2 weiterhin vorhanden ist das Problem bei der Installation des NDS-Dienstes für Novell-Netware: Dieser Dienst kann nicht gleichzeitig mit dem NetWare-Client (NWREDIR) installiert werden kann. Wie bisher muß man diese beiden Teile einzeln (dazwischen Neustart) installieren, sonst gibt es Fehleinträge in der Registzry (z.B. funktionieren dann NDS-Netzwerkdrucker nicht).
    In unserem RZ-Batch-Setup (W95INST) sind diese beiden Probleme behoben, ferner ist damit die Installation soweit als möglich automatisiert


Fehlerkorrekturen/ Updates nach der Version 4.00.950a

Die folgenden Fehlerkorrekturen sind nach dem OSR1 bzw. nach dem Servicepack 1 erschienen. Sie finden die entsprechenden EXE-Dateien auf unserem Softwareserver SATURN1 im Ordner \SYSTEMSW\WIN95\UPDATES\AFT4950A. Wenn nichts weiter angegeben ist, erfolgt die Installation der einzelnen Updates jeweils durch Start der angegebenen EXE-Datei.

  • Kernel-Update (KRNLGER.EXE)
    Das erste Kernel-Update seit der Erstversion von Windows 95. Installation druch
  • OLE32-Update (OLEUPD.EXE)
    Ein weiterer OLE-Fix, ersetzt das OLE-Update aus Servive-Pack1.
  • Kennwortlisten-Update (MSPWLGER.EXE)
    Eine weiterer Kennwortlisten-Fix (höhere Sichheit gegen unbefigten Zugriff), ersetzt das Kennwortlisten-Update aus Service-Pack 1.
  • Internet-Mail-Update (INETMGER.EXE)
    Update für den Internet-Mail MAPI-Dienst (Exchange, WWW-Browser). In unserer Umgegung sollten Sie dieses Update unbedingt installieren, es beseitigt Fehler z.B. Fehler bei POP3-Mail.
  • Exchange-Update (EXCHUPD.EXE)
    Sie sollten dieses Update installieren, wenn Sie Exchange (Symbol "Posteingang") oder den MAPI-Internet-Dienst aus Anwendungen benutzen.
  • NDS-Dienst für Novell-NetWare (MSNDSGER.EXE)
    NDS-Dienst für Novell-Netzwerk-Client. In unserer Umgebung benötigen Sie diesen Dienst unbedingt, um Novell-NetWare-Ressourcen im NDS-Modus nutzen zu können
    Die Installation erfolgt nicht durch Aufruf von MSNDSGER.EXE! Kopieren bzw. speichern Sie diese EXE-Datei erst in ein tempöräres Verzeichnis auf Ihre Festplatte auf auf eine leere Diskette und starten Sie MSNDSGER.EXE dort). In diesem Verzeichnis bzw. auf der Diskette werden dadurch die später benötigten Dateien ausgepackt. Die eigentliche Installation des NDS-Dienstes erfolgt durch Hinzufügen in der "Netzwerkumgebung" (Symbol auf dem Desktop). Sie werden dabei nach den dazu benötgiten Dateien gefragt und müssen dann als Pfad das vorher gewählte temporäre Verzeichnis auf der Festplatte oder die Diskette (A:) angeben.
    Die Installation ist unter dem Punkt Nachinstallation des NDS-Dienstes genau beschrieben.
  • Neue Infrarot-Schnittstellen Treiber (SP1IRGER.EXE)
    Untersützung der genormten IrDA-Schnittstelle (seriell Infrarot-Schnittstelle)
  • ISDN-Beschleuniger-Paket
    Das ISDN-Update ISDNGER.EXE (Version 1.0) ist inzwischen veraltet und durch die Vesion 1.1 ersetzt. Sie finden das neue ISDN-Beschleuniger-Update unter \SYSTEMSW\WIN95\UPDATES\ISDN als Datei MSISDN11.EXE
    Wichtiger Hinweis: Dieses Paket benötigt zusätzlich Treiber und Unterstützungsprogramme des ISDN-Hardware-Herstellers. Installieren Sie es nie alleine. Die Installation dieses Updates wird immer von den neuen "Miniport-ISDN-Treibern" der ISDN-Hardwarehersteller angefordert., meistens ist dieses Updatei auch im Treibersatz des Hardwareherstellers enthalten. Die "Beschleunigung" wird dadurch erreicht, daß für DFÜ-Betrieb nicht der herkömmliche Modem/CAPI-Unterbau benutzt wird, sondern die ISDN-Karte als Netzwerkadapter mit 32-bit Miniport-Treiber betrieben wird.
  • DLC-Update (GERDLC32.EXE)
    Update für das DLC-Protokoll.
  • Microsoft Internet-Explorer
    Dieser WWW-Browser, Version 2.0, ist inzwsichen veraltet und wurde durch die Version 3.0 (in Windows 95 Version 4.00.950B enthalten, Stand Janauri 1997) ersetzt. Wenn Sie noch diese ältere Version 2.0 installiert haben, sollen Sie unbedingt das Update auf Version 3.0 durchführen. Sie finden die dafür benötigte Datei DEMSIE301R.EXE im Ordner \SYSTEMSW\WIN95\ADDONS\INTERNET. Im selben Ordner finden Sie auch die Datei AR30E32.EXE. das PDF-Reader-Plugin von Adobe.
    Der Microsoft Internet Explorer 3.0 enthält Internet-Mail und News, weitere "Plugins" können nachgerüstet werden. Sie finden diese Plugins im Ordner \SYSTEMSW\WIN95\ADDONS\INTERNET\PLUGINS.
    Beachten Sie bitte, daß Sie nach einer Erstinstallation bzw. fehlender Konfiguration des Internet-Exploreres die Mail-Eigenschaften konfigurieren müssen. Ein Assistent hilft Ihnen dabei. Ferner sollten Sie die gewünschte HTML-Startseite unter dem Punkt "Optionen" im Internet-Explorer einstellen.

Bei allen Upgrades können Rückfragen gestellt werden, wenn bereits neuere Versionen von Dateien existieren. Überschreiben Sie im Regelfall nie neuere Dateien (Antwort "Nein", ob überschrieben werden soll). Nur etwa vorhandene neuere englische Versionen soll man im Regelfall überschreiben, wenn die angebotene Version deutsch ist, weil sonst ein Sprachkonflikt auftreten kann.
Allgemein gilt, daß für die deutsche Windows 95 Versionen nur deutsche Updates eingespielt werden sollten.


Windows 95 Version 4.00.950a

Die Version 4.00.950a gibt es als OEM-Service-Release 1 (Vollversion, nur als OEM-Version, gebündelt mit PCs von OEMs = Original Eqipment Manufacturers) und als Service-Release 1 (Service-Pack 1, Update von Windows 95 Version 4.00.950 auf 4.00.950a).

Sie erkennen diese Version in "Eigenschaften" des "Arbeitsplatzes" von Windows 95. Ein weiteres Erkennungsmerkmal dieser Version ist Datum und Uhrzeit der Systemdateien bzw. der CAB-Dateien, über die das System installiert wurde: 31.12.1995, 09:50 (deutsche Version 4.00.950a).

Achtung: Eine mit Service-Pack 1 behandelte Windows 95 Version 4.00.950 wird zur Version 4.00.950a und läßt sich damit zunächst nicht vom OSR1 unterscheiden! Sie können das OSR1 aber anhand der neuen Gerätetreiber erkennen z.B. ist dort der Festplattentreibner ESDI_506.PDR im Verzeichnis C:\WINDOWS\SYSTEM\IOSUSBSYS aktualsiert und hat als Datum 31.12.95 statt 24.08.95.

Das OSR1 beinhaltet außer dem Fehlerkorrekturen im Service-Pack1 zusätzlich neue und leistungsfähigere Gerätetreiber.

Das Servicepack 1 zu Windows 95 finden Sie auf unserem Softwareserver SATURN1 im Ordner \SYSTEMSW\WIN95\UPDATES\TO4950A als Datei UPDATE.EXE. Starten Sie diese Datei, um das Update zu installieren.

Wenn Sie noch eine ältere Windows 95 Version 4.00.950 installiert haben, sollten Sie unbedingt dieses Update installieren. Installieren Sie es aber nicht, wenn Sie eine neuere Version als 4.00.950a installiert haben!


Was ist neu in der Version 4.00.950a von Windows 95 ?

nur im OSR enthalten:

  • Verbesserter EIDE-Festplattentreiber ESDI_506.PDR
    Der neue Festplattentreiber untersützt Busmaster-DMA-Betrieb für EIDE-Geräte (auch CDROMs), wenn die EIDE-Geräte und der Steuerchipsatz auf dem Mainboard diese Betriebsart unterstützen.

Beispielsweise beherrschen der INTEL-Triton-HX und der CMD646 (nicht CMD640) diese Betriebsart. Alle neuere EIDE-Platten sind geeignet, nicht jedoch alle CDROM-Laufwerke. Das Windows 95 Setup stellt bei der Geräteerekennung fest, ob Busmaster-DMA von der vorhandenen Hardware unterstützt wird und aktiviert dann diese Betriebsart. Beachten Sie dazu die Angaben im Windows-Gerätemanager (Bild oben).
Busmater-DMA-Betrieb - bisher nur bei SCSI-Geräten üblich - hat gegenüber den sonst üblichen PIO-Betrieb (PIO-Mode 4) den Vorteil der geringeren CPU-Belastung bei Festplattentransporten. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit ist bei Busmaster-DMA-Betrieb in der Regel nicht höher als im PIO-Modus, wohl jedoch können sich beim Gebrauch mehrerer Programme (Tasks) dadurch Leistungssteigerungen von über 50% ergeben.
Neben Busmaster-DMA beherrscht der neue EIDE-Treiber auch von neueren EIDE-Geräten unterstütze SMART-Technologie (bessere Fehlerüberwachung - wie bei SCSI-Geräten).
Wichtiger Hinweis: Versuchen Sie nie, den Busmater-DMA-Betrieb gewaltsam zu aktivieren. Sie riskieren dadurch einen unsicheren Betrieb Ihrer Festplatten und damit Datenveruste.

  • Treiber für CDROM-Wechsler (TORISAN)

im OSR1 und im Servicepack 1 enthalten:

das Servicepack 1 enthält folgende Korrekturen (Originaldokumentation Microsoft mit eigenen Ergänzungen):

  • OLE32-Update
    Das Windows 95 OLE 32-Update beeinflußt das Dateiverwaltungsverhalten in Microsoft Word, Microsoft Excel und Microsoft PowerPoint® für Windows 95.
  • Microsoft Windows 95-Shell-Update
    Dieses Update zur Windows 95-Datei SHELL32.DLL behebt ein Problem, bei dem in sich selbst kopierte Dateien auf eine Dateigröße von null Byte verkleinert werden können. Das Update zu SHELL32.DLL ermöglicht es außerdem, NetWare® Directory Service (NDS)-Drucker aus dem Assistenten für die Druckerinstallation heraus auszuwählen.
  • Windows 95 Standarddialogfeld-Update für herkömmliche Windows 3.1-Druckertreiber
    In Windows 95 treten gelegentlich Fehler bei 32-Bit-Anwendungen auf, die mit Hilfe von Windows 3.1-Monolith-Treibern oder des Windows 3.1-Treibers PSCRIPT.DRV / UNIDRV.DLL drucken. Das Update behebt dieses Problem.
  • Vserver-Update: Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft-Netzwerke
    Microsoft gibt ein Update für ein bekanntes Problem bei der Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft-Netzwerke und bei einem bestimmten UNIX®-Shareware-Netzwerk-Client (SMBCLIENT von Samba) heraus. Dieses Update behebt ein Problem beim Zugriff auf Freigabeebene.
  • NWServer-Update: Datei- und Druckerfreigabe für NetWare-Netzwerke
    Microsoft wurde kürzlich auf ein Problem bei der Datei- und Druckerfreigabe für NetWare-Netzwerke aufmerksam gemacht, das sich auf die Datensicherheit für Benutzer aus der Organisation auswirkt.
  • Vredir-Update
    Das Vredir-Update behebt ein Problem, das nur Windows 95-Benutzer betrifft, die UNIX Samba-Server einsetzen. Die Erzeugung von Dateien mit * und \ im Dateinamen wird verhindert.
  • Windows 95-Kennwortlisten-Update
    Das Windows 95-Kennwortlisten-Update schützt Ihre Kennwortdatei besser vor möglichen Sicherheitsverletzungen.
  • Microsoft Plus!-Update (Systemdienst-Update)
    Das Microsoft Plus!-Update bietet eine aktualisierte Version von SAGE.DLL zur Behebung eines geringfügigen Problems bei dem Systemdienst: Bei der Ausführung von Systemdienst, Version 1.0, können Programme, die Gleitkommaberechnungen durchführen, ein etwas ungenaues Ergebnis liefern.
  • Druckeranschluß (LPT.VXD)-Update
    Das Service Pack 1 installiert automatisch eine Version des Treibers für den parallelen Anschluß (LPT.VXD), der bereits auf der Windows 95-CD im Ordner \DRIVERS\PRINTER\LPT verfügbar war. Dieser Treiber behebt Probleme, die bei einigen Computern mit ECP-Anschluß (Extended Capabilities Port) auftraten.
  • Microsoft Fax-Update
    Zum Microsoft Fax-Update gehören die Dateien AWFXEX32.EXE, AWFXIO32.DLL und AWFXRN32.DLL. Durch die Installation dieser Dateien wird ein Fehler in der deutschen Version von Microsoft Windows 95 behoben, der den automatischen Faxempfang bei einigen Fax-Modem-Modellen verhinderte.
  • MSSHRUI.DLL-Update für Zugriffssteuerung auf Benutzerebene
    In der deutschen Version von Microsoft Windows 95 konnte bei Verwendung der Zugriffssteuerung auf Benutzerebene im Microsoft-Netzwerk ein Fehler bei der Vergabe von benutzerdefinierten Zugriffsrechten auftreten. Die Update-Version der Datei MSSHRUI.DLL löst dieses Problem.

 


Wolfram Oestreicher, 17.1.1997