|
RZ Windows-Update-Service |
![]() |
Voraussetzungen -
Aktivierung (RZWU) - Richtlinien und Einstellungen -
Ausgelieferte Updates
Sicherheitshinweise - Download - Tipps&Tricks -
Weitere Infos - Anhang (RZWU-Hilfe)
Zur Vereinfachung der Pflege von Windows Betriebssystemen ist an der Uni Regensburg seit Dezember 2002 ein hausinterner WindowsUpdate-Service (Microsoft SUS) in Betrieb. Im August/September 2005 wurde dieser Dienst durch eine leistungsfähigere Nachfolgeversion (WSUS) ersetzt. Die neuen WSUS-Richtlinien für die Clients werden ab Mitte September 2005 über unser Novell-Login-Skript halbautomatisch verteilt.
Mit dem hausinternen WSUS können Windows 2000, Windows XP und Windows Vista Clients sowie Windows 2000, 2003 und 2008 Server ohne lästige manuelle Überprüfung und manuelle Einspielung von Sicherheitsupdates auf stets aktuellem Sicherheitsstand gehalten werden, was wegen der vielfältigen bösartigen Angriffe über das Netzwerk (auch im hausinternen Netzwerk!) von allergrößter Wichtigkeit ist. Gegen bestimmte Arten von Angriffen, welche Sicherheitslücken in Windows-Betriebssystemen ausnutzen, hilft kein Virenscanner, sondern nur die zuverlässige Installation von Sicherheitsupdates und - als zusätzlicher Schutz - die Verwendung eines Clients-Firewalls (In Windows XP SP2 und Windows Vista standardmäßig enthalten).
Beispiele aus der Vergangenheit (Sasser-Wurm, Blaster, Slammer, Code Red etc.) haben ganz deutlich gezeigt, wie gefährlich es ist, die Pflege von Windows-Systemen zu vernachlässigen: So konnte z.B. der Sasser-Wurm nur solche System infizieren, die nicht auf aktuellem Sicherheitsstand waren. Darüber hinaus wird die Zeit zwischen der Bereitstellung von Sicherheitskorrekturen nach Bekanntwerden einer Sicherheitslücke und der bösartigen "Ausnutzung" (Exploit) immer kürzer, weshalb nur ein automatischer Windows Update Mechanismus, welcher unsere Client-PCs im Bedarfsfall zuverlässig und schnellstmöglich mit aktuellen Sicherheitsupdates versorgt, eine bestmögliche Sicherheit gegen derartige Angriffe bietet.
Der hausinterne WSUS ist vollständig kompatibel zur öffentlichen Windows-Update Site des Herstellers Microsoft, bietet jedoch zusätzliche Vorteile:
Neuheiten bzw. zusätzliche Leistungen von WSUS gegenüber früheren SUS:
Da wir in unsere Netzwerkumgebung keine Client-Computer-Richtlinien zentral vorgeben können, werden die erforderlichen Richtlinien zur Nutzung des RZ-WSUS (bzw. Umstellung von SUS auf WSUS) bei der NDS-Anmeldung über das Novell-Login-Skript geprüft und - falls nicht vorhanden - für alle dienstlichen PCs sowie andere PCs, welche bisher unserer SUS-Richtlinien installiert hatten, "halbautomatisch" auf Standardwerte gesetzt:
Eine automatische Änderung ist momentan nur für Benutzer möglich, die mit administrativen Rechten arbeiten. In anderen Fällen ("normale" Benutzerrechte) erfolgt eine Aufforderung, das Client-Richtlinien-Skript RZWU.HTA manuell zu starten und die neuen Richtlinien zu aktivieren. Benutzer, die keinen Novell-Client installiert haben oder sich nicht an unsere NDS-System anmelden, müssen das Richtlinienskript RZWU.HTA (einmalig) manuell ausführen, um die neuen Richtlinien zu setzen.
Ausführung des Client-Richtlinien-Skripts RZWU.HTA (Pfad: F:\SYSTEMSW\WU\RZWU.HTA):
Erfahrene Benutzer können über das Skript RZWU.HTA (bzw. Kommando RZWU) einige Richtlinien nach persönlichen Wünschen anpassen, insbesondere über die WindowsUpdate-Gruppe auswählen, ob auch MS-Office-Produkte automatisch aktualisiert wird.

Der WSUS-Updatedienst ist wie bisher unabhängig vom Novell-NDS-System und unabhängig von einer NDS-Anmeldung.
Falls sie RZWU.HTA (bzw. RZWUN) als Benutzer mit eingeschränkten
Rechten aufrufen, wird eine Ausführung unter einem administrativen Konto
angeboten. Andernfalls können Sie keine Änderungen vornehmen und keine Updates
unter "Update jetzt" installieren.
Zur Aktivierung der empfohlenen "neuen" Standard-Richtlinien und -Einstellungen genügt es, auf die Schaltfläche "RZ-Standardwerte übernehmen" zu klicken. Falls Ihr PC noch keiner WindowsUpdate Computer-Gruppe zugeordnet ist, müssen sie die gewünschte Gruppe vorher auswählen (im Fehlerfall werden Sie dazu aufgefordert).
Neuheiten gegenüber dem bisherigen "RZWU.HTA" (Richtlinien für SUS):
Die Angabe einer Computer-Gruppe (Target-Group) ist erforderlich. Diese Gruppe bestimmt, welche Updates der jeweilige Computer erhält. Zur Zeit existieren folgende Gruppen:
Erweiterte Richtlinien wie "Auch Nicht Administratoren über Updates informieren"
Über die Schaltfläche "Update jetzt" kann eine sofortige Prüfung auf fehlende Updates und deren Installation vorgenommen werden. Dieses Feature entspricht dem Update-Check über die öffentliche Windows-Update-Site, die Prüfung und der Updatebezug wird jedoch über den hausinternen WSUS - ohne Verbindung zum Internet - durchgeführt.
Bestimmte WSUS-Richtlinien sind wie bisher (SUS) vom RZ festgelegt:
AUOptions = 5 (Neu): Der Updatemodus (Auto/Manuell) und die Schedule-Zeit kann vom Administrator ausgewählt, WindowsUpdate jedoch nicht deaktiviert werden.
DetectionFrequency = 6 (Neu): Neben dem standardmäßigen täglichen Schedule (ab 6 Uhr) erfolgt einen erneute Prüfung auf fehlende Updates im Intervall von 6h. Bisher war das Intervall auf 22h (Defaultwert) eingestellt.
ReScheduleWaitTime =1: Wie bisher wird eine Prüfung auf fehlende Updates 1min nach Einschaltendes PCs/Login, wenn der PC zum Schedule-Zeitpunkt (6 Uhr) nicht in Betrieb war.
Bitte beachten Sie, dass nicht alle Kombinationen der Richtlinien und Einstellungen sinnvoll sind. Abweichend von den Standardeinstellungen wird z.B. häufig gewünscht:
Sie sind Administrator eines
Computers, arbeiten im Normalfall aus Sicherheitsgründen mit eingeschränkten
Benutzerrechten und möchten auch als "Benutzer" über Updates informiert werden
und diese nach Aufforderung installieren können:
Setzen Sie zuerst (einmalig) die Standardeinstellungen. Aktiveren sie dann die
Richtlinie "Auch Nicht Administratoren über Updates informieren" und
klicken sie auf "Richtlinien und Einstellungen übernehmen".
Sie verwenden ein
Notebook, arbeiten zum Teil mit langsamen (Modem/ ISDN) oder "teueren" (GPRS,
UMTS etc.) Netzwerkverbindungen und möchten über Updates nur informiert werden,
d.h. keinen automatischen Download bzw. das Downloadvolumen so gering als
möglich halten:
Setzen Sie zuerst (einmalig) die Standardeinstellungen. Aktiveren sie dann die
Einstellung "Download und Installation nach Abfrage" und klicken sie auf
"Richtlinien und Einstellungen übernehmen". Die Richtlinie "Auch Nicht
Administratoren über Updates informieren" wird dabei automatisch aktiviert,
weil Sie andernfalls als Benutzer mit eingeschränkten Rechten nicht informiert
würden.
Beachten Sie bitte das Sicherheitsrisiko bei dieser Einstellung: Kritische
Updates sollten Sie so schnell als möglich installieren!
Ein Computer soll aus dem Datennetz
der Universität dauerhaft "entfernt" werden, d.h ohne Dienstleitungen des RZ
genutzt und WindowsUpdate nicht mehr über unseren WSUS, sondern über die
öffentliche Microsoft-Site durchgeführt werden:
Setzen Sie zuerst (einmalig) die Standardeinstellungen. Deaktivieren sie dann
die Richtlinie "Verwende RZ Windows Software Update Server" (Häkchen
entfernen) und klicken sie auf "Richtlinien und Einstellungen übernehmen".
Die Richtlinie "Links zur öffentlichen Windows-Update-Site entfernen"
wird dabei automatisch deaktiviert.
Detaillierte Informationen - der Inhalt der über die
Schaltfläche ? enthaltenen online-Hilfe - sind weiter unter angegeben.
"Ungepatchte" Windows 2000 SP3/SP4 und Windows XP Original/SP1-Systeme (z.B. von CD installiert) weisen gefährliche Sicherheitslücken auf, die im Fall einer Netzwerkverbindung zum Internet oder zum hausinternen Netzwerk in kürzester Zeit zur "Infektion" durch Viren/Würmer wie Sasser, Blaster etc. führen. Die Infektion kann schneller erfolgen, als die erforderlichen Updates über WindowsUpdate installiert werden können.
| Wichtig: Speziell für Windows 2000-Systeme sind die Sicherheitsupdates vom 10. August 2005 unbedingt erforderlich. Noch existiert keine Exploits zu den Sicherheitslücken, ungepachtet Systeme sind jedoch "offen" für Angriffe, gegen die Virenscanner keinen Schutz bieten! |
Solche ältere, ungepachten Systeme, die bisher gar nicht oder
über längere Zeit nicht über WindowsUpdate (von Microsoft oder hausinternem WindowsUpdate Service) versorgt
wurden, müssen offline, d.h. ohne Netzwerkverbindung auf aktuellen Stand
gebracht werden. Dazu bieten wird eine Service-CD an (wird in Kürze
aktualisiert),
welche die aktuellen Servicepacks und Updates für Windows zur "Offline-Installation"
enthält. Als Notbehelf kann unter "ungepatchten" Windows XP Systeme vor
Servicepack 2 auch der Firewall für die betreffende Netzwerkverbindung aktiviert
werden, um einer Infektion vor der "online"-Installation der Updates
vorzubeugen.
Der WindowsUpdate Agent wird über unseren WSUS Dienst automatisch auf allen Clients installiert und bei Bedarf (ohne Benachrichtigung) aktualisiert. Im Fehlerfall kann der Agent auch manuelle heruntergeladen und reinstalliert werden. Verwenden Sie dazu bitte den Parameter /wuforce (Beispiel: WindowsUpdateAgent30-x86.exe" /wuforce), um eine vorhandene Version in jedem Fall zu überschreiben.
WindowsUpdateAgent30-x86.exe (Version 7,4,7600,226 vom 6.8. 2009, für Windows XP,2003,2008,7,2008R2)
windowsupdateagent30-x64.exe (Version 7,4,7600,226 vom 6.8.2009, für Windows XP,2003,2008,7,2008R2)
Vergessen Sie im Fehlerfall bitte nicht, neben dem
WindowsUpdate Agent ggfls. auch den Windows Installer zu aktualisieren. Probleme
mit hoher CPU-Last, Nicht-Reaktionsfähigkeit von PCs etc. werden in der Regel
durch ältere Windows Installer Versionen hervorgerufen.
Kurz-Info:
Schaltflächen:
WindowsUpdate Computer-Gruppe:
WindowsUpdate Richtlinien (Policies):
Durch Deaktivierung dieser Option werden die Updates "ungefiltert" von Microsoft bezogen. Bitte deaktivieren Sie diese Option nur für Privat-PCs ohne RZ-Windows-Standardinstallationen bzw. ohne RZ-Support.
WindowsUpdate Einstellungen:
Als Mitglied der Administratoren-Gruppe erfolgt die Installation am selben Tag nach einer Anfrage; wird diese nicht beachtet, werden Updates nach Logout/Herunterfahren zum nächsten Termin bzw. nach Einschalten (plus die Zeit ReScheduleWaitTime, default 1min) automatisch installiert. Für etwa erforderliche Reboots erfolgt eine Anfrage, wenn man angemeldet ist ("LoggedOn") und der Schalter "Kein AutoReboot während Logged On" gesetzt ist.
Als Mitglied der Benutzer-Gruppe erfolgt die Installation immer ohne Rückfrage, am nächsten Tag bzw. nach Logout/Herunterfahren zum nächsten Termin bzw. Einschalten. Für etwa erforderliche Reboots gilt dasselbe wie für Mitglieder der Administratoren-Gruppe. Ausnahme: Ist die Option "Auch Nicht-Administratoren über Updates informieren" aktiviert, gilt für die Gruppe "Benutzer" gleiches wie für Administratoren
Ist der PC zum Schedule-Zeitpunkt (6 Uhr) eingeschaltet aber kein Benutzer angemeldet, erfolgen Installation und etwa erforderliche Reboots grundsätzlich ohne Rückfrage.
Diese Optionen sind nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Wird als Mitglied der Gruppe "Benutzer" gearbeitet, sollte die Option "Auch Nicht-Administratoren über Updates informieren" aktiviert werden, da andernfalls keine Benachrichtigung erfolgt. Die Downloadabfrage kann z.B. sinnvoll sein für langsame Netzwerkverbindungen (Modem/ISDN, kein Ethernet oder DSL), die Installations-Abfrage für die manuelle Installation bereitgestellter Updates (sicherheitsmäßig gefährlich, da die Benachrichtigung häufig übersehen wird).
Wolfram Oestreicher, 11.8.2005, letzte Aktualisierung: 11.8.2010